Artificial mit Andrew Garfield hat einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Kinostart gemacht. Die amerikanische MPA hat Luca Guadagninos Film über OpenAI und Sam Altman offiziell mit PG 13 eingestuft. Als Begründung nennt die Organisation lediglich stärkere Sprache.
Für Guadagnino ist das durchaus ungewöhnlich. Artificial ist sein erster von der MPA bewerteter Spielfilm seit vielen Jahren, der keine R Freigabe erhält. Gleichzeitig deutet die abgeschlossene Altersprüfung darauf hin, dass sich der Film inzwischen in einem weit fortgeschrittenen Stadium befindet.
Artificial bekommt PG 13 statt R Freigabe
In der offiziellen Datenbank der MPA wird Artificial unter der Zertifikatsnummer 56081 geführt. Als Verleiher ist bereits Neon eingetragen. Die Einstufung lautet PG 13 und wurde ausschließlich wegen teilweise stärkerer Sprache vergeben.
Damit fällt Artificial vergleichsweise moderat aus. Guadagninos vorherige größere Kinofilme wie „Challengers“, „Queer“, „Bones and All“, „Suspiria“ und „Call Me by Your Name“ erhielten in den USA jeweils eine R Freigabe.
ScreenRant weist deshalb darauf hin, dass mit Artificial eine rund 17 Jahre andauernde Serie endet. Tatsächlich handelt es sich laut aktuellen Berichten sogar um Guadagninos ersten Spielfilm mit einer PG 13 Einstufung.
Für Deutschland lässt sich daraus allerdings noch keine Altersfreigabe ableiten. PG 13 ist eine amerikanische Einstufung und nicht mit der deutschen FSK gleichzusetzen. Eine FSK Freigabe für Artificial liegt bislang nicht vor.
Andrew Garfield spielt OpenAI Chef Sam Altman
Artificial behandelt die turbulenten Ereignisse bei OpenAI im November 2023. Im Mittelpunkt steht die überraschende Entlassung von CEO Sam Altman durch den Verwaltungsrat und dessen Rückkehr an die Spitze des Unternehmens nur wenige Tage später.
Andrew Garfield übernimmt dabei die Rolle von Sam Altman. Zum weiteren Ensemble gehören Monica Barbaro als Mira Murati, Yura Borisov als Ilya Sutskever, Cooper Hoffman als Greg Brockman und Ike Barinholtz als Elon Musk. Außerdem sind unter anderem Mark Rylance, Jason Schwartzman, Billie Lourd und Cooper Koch beteiligt.
Das Drehbuch stammt von Simon Rich, während Luca Guadagnino Regie führt.
Artificial hatte zwischenzeitlich keinen Verleiher mehr
Die Entstehungsgeschichte des Films verlief ungewöhnlich. Ursprünglich wurde Artificial bei Amazon MGM Studios entwickelt. Im Juni 2026 gab Amazon allerdings bekannt, den nahezu fertiggestellten Film nicht mehr veröffentlichen zu wollen.
Amazon erklärte damals lediglich, man glaube, dass Artificial bei einem anderen Studio besser aufgehoben sei. Der Rückzug sorgte auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil Amazon wenige Monate zuvor eine umfangreiche Partnerschaft mit OpenAI geschlossen hatte. Einen direkten Zusammenhang zwischen beiden Vorgängen bestätigte das Unternehmen allerdings nicht.
Kurz darauf wurde der Film anderen Studios und Verleihern angeboten.
Neon übernimmt Artificial
Ende Juni fand Artificial schließlich ein neues Zuhause. Neon sicherte sich die weltweiten Vertriebsrechte an dem Film. Die Übernahme wurde nach einem Bieterverfahren bestätigt.
Interessant ist dabei, dass die MPA Neon inzwischen ebenfalls offiziell als verantwortlichen Verleiher aufführt.
Neon kündigte bei der Übernahme zudem an, Artificial in das Rennen um die kommenden Oscars schicken zu wollen. Damit dürfte ein Kinostart vor Ende der entsprechenden Qualifikationsphase vorgesehen sein.
Wann startet Artificial mit Andrew Garfield?
Ein konkreter Kinostart für Artificial wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben.
Neon erklärte bei der Übernahme Ende Juni 2026 allerdings, den Film noch 2026 veröffentlichen und für die kommende Oscar Saison positionieren zu wollen.
Ein exaktes Datum fehlt weiterhin. Ältere Angaben, nach denen Artificial erst Anfang 2027 erscheinen sollte, stammen noch aus der Zeit vor dem Wechsel von Amazon zu Neon und sollten deshalb nicht mehr als gesicherter aktueller Termin betrachtet werden.
Die inzwischen erfolgte MPA Einstufung ist zumindest ein weiteres Zeichen dafür, dass der Film weitgehend fertiggestellt ist. Wann Andrew Garfield als Sam Altman tatsächlich im Kino zu sehen sein wird, hängt nun vor allem von Neons endgültiger Veröffentlichungsstrategie ab.