Bei The Hunger Games: Sunrise on the Reaping muss Lionsgate einige der brutalsten Momente aus Suzanne Collins‘ Roman für die Leinwand adaptieren. Besonders eine Szene dürfte dabei schwierig werden: der Tod von Wellie während der 50. Hungerspiele.
Im Buch endet ihr Schicksal ausgesprochen brutal. Der Film könnte die Szene deshalb deutlich zurückhaltender darstellen oder einzelne Details vollständig verändern.
Achtung: Ab hier folgen deutliche Spoiler zur Handlung von Sunrise on the Reaping.
Was passiert mit Wellie im Buch?
Wellie stammt aus Distrikt 6 und gehört zu den Tributen der zweiten Jubel Hungerspiele. Haymitch freundet sich während der Spiele mit ihr an und versucht gegen Ende sogar, sie zu beschützen.
Nachdem nur noch wenige Tribute am Leben sind, findet Haymitch die erschöpfte Wellie wieder. Kurz darauf lässt er sie für einen Moment zurück.
Als Haymitch zurückkehrt, ist sie tot.
Silka Sharp hat Wellie enthauptet. In der Buchvorlage wird Haymitch anschließend mit dem grausamen Ergebnis ihrer Begegnung konfrontiert. Zusammenfassungen der entsprechenden Buchkapitel bestätigen, dass Wellies Enthauptung unmittelbar vor Haymitchs finalem Kampf gegen Silka stattfindet.
Für den Film steht bereits fest, dass Wellie nicht aus der Geschichte gestrichen wurde. Rada Rae spielt Wellie, während Laura Marcus als Silka Sharp zu sehen sein wird.
Warum der Film die Szene wahrscheinlich entschärfen wird
Die bisherigen Hunger Games Filme wurden in den USA für ein jugendliches Publikum veröffentlicht. Entsprechend wurde Gewalt aus den Büchern mehrfach weniger explizit dargestellt.
Bei Sunrise on the Reaping dürfte diese Herausforderung noch größer sein. Suzanne Collins beschreibt die 50. Hungerspiele teilweise deutlich brutaler als frühere Ereignisse der Reihe.
Eine explizite Enthauptung eines jungen Tributs wäre deshalb eine besonders schwierige Szene für eine breite Altersfreigabe.
Interessant ist allerdings: Eine endgültige PG 13 Einstufung des Films lässt sich aktuell noch nicht zuverlässig bestätigen.
Fandango führt Sunrise on the Reaping derzeit weiterhin als NR, also noch nicht bewertet. Auch andere Veröffentlichungen hatten zuletzt darauf hingewiesen, dass noch keine offizielle Einstufung durch die Motion Picture Association vorliegt.
Dass Lionsgate erneut eine PG 13 Freigabe anstrebt, liegt angesichts der bisherigen Filme nahe. Als offiziell bestätigt sollte die Einstufung momentan jedoch noch nicht behandelt werden.
Wellies Tod muss dafür nicht komplett verschwinden
Eine Änderung bedeutet nicht zwangsläufig, dass Wellies Tod aus dem Film gestrichen wird.
Die Szene ist für Haymitch wichtig, weil sie unmittelbar zu seinem letzten Kampf gegen Silka führt und eine weitere Person zeigt, die er trotz seiner Bemühungen nicht retten kann.
Wahrscheinlicher wäre deshalb eine weniger explizite Inszenierung.
Der Film könnte beispielsweise den eigentlichen Angriff nicht zeigen und erst Haymitchs Reaktion auf Wellies Tod darstellen. Auch eine Kameraperspektive, bei der das Ergebnis lediglich angedeutet wird, könnte die Handlung des Buches erhalten, ohne die Enthauptung detailliert zu zeigen.
Ob Lionsgate tatsächlich diesen Weg wählt, ist bisher allerdings nicht bekannt.
Sunrise on the Reaping wird ohnehin ungewöhnlich brutal
Wellies Tod ist nicht die einzige Herausforderung der Adaption.
Die Geschichte spielt während der 50. Hungerspiele, bei denen aufgrund des zweiten Jubel Jubiläums gleich 48 Tribute antreten müssen. Lionsgate beschreibt den Film offiziell als Rückkehr nach Panem, die 24 Jahre vor Katniss Everdeens Geschichte beginnt.
Im Mittelpunkt steht der junge Haymitch Abernathy, gespielt von Joseph Zada. Auch Maysilee Donner, Ampert Latier, Silka Sharp und zahlreiche weitere Tribute spielen während seiner Spiele eine wichtige Rolle.
Der Roman enthält entsprechend zahlreiche gewaltsame Todesfälle. Gerade Szenen rund um Wellie und Ampert dürften zeigen, wie weit Regisseur Francis Lawrence bei der Darstellung der Gewalt gehen möchte.
Lawrence kennt das Franchise bestens. Er führte bereits bei allen Hunger Games Filmen seit Catching Fire Regie und übernimmt auch Sunrise on the Reaping.
Wann startet Hunger Games: Sunrise on the Reaping?
The Hunger Games: Sunrise on the Reaping startet am 20. November 2026 in den US Kinos. Lionsgate bestätigt diesen Termin weiterhin offiziell.
Für Deutschland und Österreich liegen die Vertriebsrechte bei LEONINE Studios. Auch dort ist der Film für November 2026 angekündigt.
Spätestens wenn weitere Szenen aus den eigentlichen Hungerspielen gezeigt werden, dürfte klarer werden, wie stark Francis Lawrence die besonders brutalen Passagen der Buchvorlage für den Film entschärft.