Kurz vor dem Kinostart von Clayface zeigt James Gunn noch einmal, wie weit sich der Film vom typischen Superhelden-Kino entfernen soll. Der DC-Studios-Chef hat ein neues japanisches Poster geteilt, das Matt Hagens körperliche Veränderung in den Mittelpunkt stellt und deutlich stärker nach Horrorfilm als nach Comicverfilmung aussieht.
Das Motiv zeigt ein auf dem Kopf stehendes Gesicht, dessen Haut von einer Hand verzogen und auseinandergezogen wird. Eine körnige Optik und rote Schrift verstärken den unangenehmen Eindruck zusätzlich. Gunn selbst kommentierte das japanische Motiv knapp mit den Worten, es „goes hard“.
Das neue Clayface Poster setzt komplett auf Body Horror
Interessant ist vor allem, wie konsequent das Marketing inzwischen auf den Horror-Aspekt des Films setzt.
Statt Clayface als klassischen Batman-Schurken mit großen Actionmotiven zu verkaufen, konzentrieren sich die Poster und Trailer immer wieder auf Matt Hagens Körper und den zunehmenden Verlust seiner menschlichen Form. Das neue japanische Artwork führt diese Idee besonders deutlich weiter.
Es handelt sich dabei allerdings um ein Werbemotiv und nicht um einen neuen Filmausschnitt. Das endgültige Aussehen von Clayface wird damit weiterhin nicht vollständig verraten. Auch der zuletzt veröffentlichte finale Trailer hält die komplette Monsterform größtenteils zurück.
Gerade das passt zur Geschichte des Films. Matt Hagen beginnt als junger Mann aus Gotham, der es bis zum Hollywood-Star schafft. Nachdem er durch einen Gangster schwer entstellt wird, unterzieht er sich einer experimentellen Behandlung. Sein Gesicht wird zunächst wiederhergestellt, doch die Therapie verändert anschließend seinen Körper und zunehmend auch seine Wahrnehmung.
Clayface wird deutlich härter als Superman und Supergirl
Dass die Horror-Optik nicht nur Teil des Marketings ist, zeigt inzwischen auch die Altersfreigabe in den USA.
Die MPA hat Clayface offiziell mit einem R-Rating versehen. Als Gründe werden starke blutige Gewalt, Gore, Sprache, teilweise Nacktheit und kurzer Drogenkonsum genannt. Für Deutschland steht die endgültige FSK-Freigabe derzeit noch nicht fest. Das amerikanische R-Rating lässt sich deshalb nicht automatisch mit einer deutschen FSK 18 gleichsetzen.
James Gunn hatte bereits zuvor klargestellt, dass Clayface nicht lediglich ein Superheldenfilm mit einigen Horror-Elementen werden soll. Der Film ist als echter Horrorfilm innerhalb des DC Universe gedacht. Regisseur James Watkins setzt dabei besonders auf Body Horror.
Damit unterscheidet sich Clayface deutlich von bisherigen DCU-Kinofilmen wie Superman und Supergirl.
Trotzdem gehört Clayface zum neuen DC Universe
Trotz der komplett anderen Tonalität gehört Clayface zum gemeinsamen DC Universe von James Gunn und Peter Safran.
Der Film spielt sogar zeitlich vor Superman. Gunn bezeichnete Clayface als den ersten DCU-Film, der außerhalb der chronologischen Veröffentlichungsreihenfolge erscheint. Gleichzeitig betonte er, dass der Film zwar mit dem größeren Universum verbunden ist, seine eigene Geschichte aber im Vordergrund stehen soll.
Das ist besonders wichtig, weil Gotham parallel noch in einer zweiten Filmwelt existiert.
The Batman: Part II mit Robert Pattinson und Sebastian Stan gehört weiterhin zum separaten Universum von Matt Reeves. Clayface ist dagegen Teil des Haupt-DCU rund um Superman, Peacemaker und die weiteren Projekte von DC Studios.
Auch Peacemaker und seine weitere Zukunft im DCU zeigen bereits, dass Gunn Figuren und Handlungsstränge über unterschiedliche Filme und Serien hinweg miteinander verbinden möchte.
Tom Rhys Harries spielt Matt Hagen
Die Hauptrolle übernimmt Tom Rhys Harries als Matt Hagen beziehungsweise Clayface. Neben ihm gehören Naomi Ackie, David Dencik, Max Minghella, Eddie Marsan, Nancy Carroll und Joshua James zur Besetzung.
James Watkins führte Regie. Das Drehbuch stammt von Mike Flanagan und Hossein Amini und basiert auf einer Geschichte von Flanagan. Als Produzenten sind unter anderem James Gunn, Peter Safran und The-Batman-Regisseur Matt Reeves beteiligt.
Flanagans ursprüngliche Idee orientierte sich unter anderem an der tragischen Interpretation der Figur aus Batman: The Animated Series. Tom Rhys Harries nannte außerdem David Cronenbergs The Fly als wichtige Inspiration für die körperliche Transformation von Matt Hagen.
Wann startet Clayface in Deutschland?
Clayface startet am 22. Oktober 2026 in den deutschen Kinos. Warner Bros. Germany bestätigt diesen Termin sowohl im deutschen Teaser als auch im offiziellen Trailer.
In den USA erscheint der Film am 23. Oktober, während der japanische Kinostart für den 30. Oktober vorgesehen ist. Genau aus dieser japanischen Werbekampagne stammt auch das neue Poster, das James Gunn nun noch einmal international hervorgehoben hat.