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Netflix und Paramount beenden gemeinsamen Animationsfilm-Deal

Netflix und Paramount beenden ihre bisherige Vereinbarung für Animationsfilme von Skydance Animation. Ganz vorbei ist die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen allerdings nicht. Bereits geplante Filme wie Ray Gunn und das…

16. September 2026 3 Min. Lesezeit filmbuddydrake
Netflix Paramount Animationsfilm Deal

Netflix und Paramount beenden ihre bisherige Vereinbarung für Animationsfilme von Skydance Animation. Ganz vorbei ist die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen allerdings nicht. Bereits geplante Filme wie Ray Gunn und das noch unbetitelte Jack and the Beanstalk Projekt erscheinen weiterhin bei Netflix. Auch andere Inhalte soll Paramount künftig weiter an den Streamingdienst lizenzieren.

Die ursprüngliche Vereinbarung wurde 2023 zwischen Netflix und Skydance Animation geschlossen. Seit dem Zusammenschluss von Skydance und Paramount gehört das Animationsstudio inzwischen zu Paramount. Nun richten die Unternehmen die zukünftige Veröffentlichung neuer Skydance Animationsfilme neu aus.

Ray Gunn erscheint weiterhin bei Netflix

Für Zuschauer ändern sich die nächsten geplanten Veröffentlichungen zunächst nicht. Ray Gunn von Brad Bird soll wie vorgesehen am 18. Dezember 2026 bei Netflix erscheinen. Der Science Fiction Animationsfilm wird unter anderem von Sam Rockwell und Scarlett Johansson gesprochen.

Auch ein bislang noch titelloser Animationsfilm von Rich Moore, der auf Jack and the Beanstalk basiert, bleibt Teil der Vereinbarung und soll ebenfalls über Netflix veröffentlicht werden. Einen endgültigen Veröffentlichungstermin haben die Unternehmen bislang nicht genannt.

Danach endet der bisherige Animationsfilm-Vertrag.

Neue Skydance Filme sollen wieder ins Kino kommen

Für Skydance Animation bedeutet das einen deutlichen Strategiewechsel. Zukünftige Produktionen sollen nicht mehr automatisch direkt bei Netflix starten. Stattdessen ist wieder eine klassische Kinoauswertung über Paramount Pictures vorgesehen.

Zu den kommenden Projekten gehört Cosmic Motors, bei dem John Lasseter Regie führt und Louie Del Carmen als Co Regisseur beteiligt ist. Der Film soll über Paramount ins Kino gebracht werden.

Damit bewegt sich Skydance Animation wieder stärker in Richtung traditioneller Kinostarts, nachdem das Studio mehrere seiner jüngeren Filme direkt über Streaminganbieter veröffentlicht hatte.

Der Netflix Deal begann erst 2023

Netflix und Skydance Animation hatten ihre mehrjährige Partnerschaft im Oktober 2023 angekündigt. Zuvor arbeitete Skydance Animation mit Apple zusammen. Der erste große Film der neuen Vereinbarung war Spellbound, der 2024 bei Netflix erschien.

2026 folgte mit Swapped: Getauscht der bislang größte Streaming-Erfolg der Zusammenarbeit. Der Animationsfilm mit Michael B. Jordan und Juno Temple erreichte allein in seiner ersten Woche 38,7 Millionen Aufrufe. Damit stellte er laut Netflix einen neuen Wochenrekord für einen Animationsfilm des Streamingdienstes auf.

In den ersten 91 Tagen kam Swapped schließlich auf 144,9 Millionen Aufrufe und 246,4 Millionen gestreamte Stunden. Das entspricht knapp 14,8 Milliarden angesehenen Minuten. Damit landete der Film auf Platz acht der weltweit meistgesehenen Netflix Filme nach der offiziellen Messmethode des Unternehmens.

Das Ende der Partnerschaft kommt damit nicht aufgrund eines offensichtlichen Misserfolgs der jüngsten Veröffentlichung.

Netflix und Paramount arbeiten weiterhin zusammen

Die Meldung bedeutet allerdings nicht, dass Netflix und Paramount künftig vollständig getrennte Wege gehen.

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme betonen die Unternehmen, dass die bereits vereinbarten Animationsfilme weiterhin bei Netflix erscheinen und auch die bestehende Lizenzpartnerschaft für andere Inhalte fortgesetzt wird.

Paramount hat bereits mehrfach deutlich gemacht, auch künftig ausgewählte Filme und Serien an andere Plattformen lizenzieren zu wollen. Netflix wiederum verfügt weiterhin über zahlreiche externe Lizenzpartnerschaften, unter anderem mit Universal und Sony Pictures.

Für Skydance Animation ändert sich dagegen die grundsätzliche Veröffentlichungsstrategie. Nach Ray Gunn und dem noch unbetitelten Jack and the Beanstalk Film sollen neue Produktionen wieder stärker über Paramount und das Kino ausgewertet werden.

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