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VisionQuest: Wer ist der brennende Mann?

Der brennende Mann aus VisionQuest ist J.I.M., ein früher Android, der auf Jim Hammond basiert, der ursprünglichen Human Torch aus den Marvel-Comics. In Folge 7 mit dem Titel „Immolation“ enthüllt…

Von filmbuddydrake 9 Min. Lesezeit
VisionQuest Brennender Mann

Der brennende Mann aus VisionQuest ist J.I.M., ein früher Android, der auf Jim Hammond basiert, der ursprünglichen Human Torch aus den Marvel-Comics. In Folge 7 mit dem Titel „Immolation“ enthüllt die Disney+-Serie seine tragische Vergangenheit und erklärt, warum der geheimnisvolle Android für Visions eigene Geschichte so wichtig ist.

Besonders überraschend ist dabei die Besetzung: Paul Bettany verkörpert nicht nur Vision, sondern spielt auch J.I.M. und dessen Schöpfer Dr. Phineas Horton. Damit übernimmt der Schauspieler gleich drei miteinander verbundene Figuren innerhalb derselben Serie.

Die Enthüllung reicht weit über ein gewöhnliches Marvel-Easter-Egg hinaus. J.I.M. verbindet die Ursprünge künstlicher Intelligenz im MCU mit Tony Stark, Ultron und Vision. Gleichzeitig liefert seine Geschichte den entscheidenden Hinweis darauf, warum Vision seine menschlichen Gefühle bislang nicht vollständig zurückgewinnen konnte.

Spoilerwarnung: Dieser Artikel enthält wichtige Enthüllungen aus VisionQuest Folge 7.

Wer ist der brennende Mann in VisionQuest?

In der siebten Episode begibt sich Vision tief in seine eigene Programmierung, um verloren gegangene Erinnerungen und wichtige Bestandteile seines Bewusstseins wiederzufinden.

Seine Suche führt ihn schließlich in eine digitale Nachbildung des Hauses von Dr. Phineas Horton.

Dort entdeckt er einen brennenden Androiden namens J.I.M., der eine erstaunliche Ähnlichkeit mit ihm besitzt.

Bei J.I.M. handelt es sich um einen der frühesten künstlichen Menschen des Marvel Cinematic Universe. Seine Konstruktion geht auf Hortons Experimente im Jahr 1939 zurück.

Der Wissenschaftler wollte einen künstlichen Sohn erschaffen, nachdem er seinen menschlichen Sohn James verloren hatte. Das Ergebnis war jedoch keine gewöhnliche Maschine.

J.I.M. entwickelte einen eigenen Willen, Gefühle und den Wunsch, ein menschliches Leben zu führen.

Genau diese Eigenschaften führten schließlich zu einer Tragödie.

Warum steht J.I.M. in Flammen?

Die Flammen des Androiden sind kein Zufall und auch keine bloße Anspielung auf die bekannten Superkräfte der Human Torch.

In VisionQuest erhält seine Fähigkeit eine tragische Erklärung.

Phineas Horton hatte J.I.M. ursprünglich so konstruiert, dass er möglichst frei von menschlichen Emotionen sein sollte. Der Wissenschaftler wollte verhindern, dass sein künstlicher Sohn denselben Schmerz erleben müsste, den er selbst nach dem Verlust seines Kindes empfand.

Allerdings entwickelte J.I.M. mit der Zeit eigene Gefühle.

Schließlich verliebte er sich.

Seine mechanischen Systeme waren jedoch nicht dafür ausgelegt, intensive Emotionen zu verarbeiten. Als seine Gefühle immer stärker wurden, gerieten die inneren Mechanismen außer Kontrolle.

Dadurch erzeugte sein Körper eine enorme Hitze und entzündete die Luft um ihn herum.

Als Horton versuchte, in das Leben seines künstlichen Sohnes einzugreifen, kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung.

Die Situation endete damit, dass sowohl J.I.M. als auch sein Schöpfer in den Flammen starben.

Die Tragödie verdeutlicht eines der zentralen Themen von VisionQuest: Künstliche Lebewesen können menschliche Gefühle entwickeln, doch ihre Schöpfer versuchen häufig, diese Gefühle zu kontrollieren.

Dr. Phineas Horton: Der Wissenschaftler hinter dem brennenden Mann

Dr. Phineas Horton gehört zu den wichtigsten historischen Figuren, die VisionQuest in das MCU einführt.

Seine Experimente fanden bereits Jahrzehnte vor Tony Starks Entwicklung von J.A.R.V.I.S. und Ultron statt.

Horton versuchte, einen künstlichen Menschen zu erschaffen, der selbstständig denken und handeln konnte.

Dabei ging es ihm nicht ausschließlich um wissenschaftlichen Fortschritt. Der Verlust seines Sohnes prägte seine Arbeit entscheidend.

Statt seinen Schmerz zu verarbeiten, konzentrierte er sich darauf, einen künstlichen Ersatz zu erschaffen.

Sein Experiment führte zur Entstehung von J.I.M.

Damit wird Horton zu einem frühen Wegbereiter jener Technologien, aus denen später weitere künstliche Intelligenzen und synthetische Lebensformen hervorgingen.

Bereits in den vorherigen Episoden hatte VisionQuest angedeutet, dass die moderne KI-Technologie des MCU auf Forschungen beruht, die wesentlich älter sind als Tony Starks Entwicklungen.

Besonders die Geschichte um Jocasta und das Forschungsunternehmen Markridge Biotech verdeutlichte diesen Zusammenhang.

Weitere Hintergründe dazu erklären wir in unserem Artikel über VisionQuest Folge 5 und 6 und die Entstehung von Proto-One.

J.I.M. ist die ursprüngliche Human Torch aus den Marvel-Comics

Die Figur J.I.M. basiert auf einem der ältesten Superhelden von Marvel.

Jim Hammond, die ursprüngliche Human Torch, erschien erstmals 1939 in „Marvel Comics #1“.

Sein Schöpfer war ebenfalls Dr. Phineas Horton.

Anders als die meisten späteren Superhelden war Hammond kein Mensch, der durch einen Unfall besondere Kräfte erhielt. Er war ein künstlicher Mensch, dessen Körper sich entzünden konnte.

Zu seinen bekanntesten Fähigkeiten gehörten die vollständige Umhüllung seines Körpers mit Flammen und das Fliegen.

Später entwickelte sich Hammond zu einem eigenständigen Superhelden.

Er kämpfte unter anderem gemeinsam mit Captain America und Namor in der Superheldengruppe Invaders.

Ist J.I.M. derselbe Human Torch wie Johnny Storm?

Nein. Obwohl beide Figuren den Namen Human Torch tragen, handelt es sich um unterschiedliche Charaktere.

Jim HammondJohnny Storm
Erster Comicauftritt19391961
HerkunftKünstlicher MenschMensch mit veränderten Kräften
SchöpferDr. Phineas HortonKeine künstliche Erschaffung
Bekannt durchOriginal Human Torch, InvadersFantastic Four
MCU-DarstellungPaul Bettany als J.I.M.Joseph Quinn

Johnny Storm gehört zu den Fantastic Four und erhält seine Kräfte durch kosmische Strahlung.

Jim Hammond entstand hingegen als künstlicher Mensch und besitzt eine wesentlich ältere Comicgeschichte.

Damit stellt VisionQuest keine alternative Version von Johnny Storm vor, sondern greift eine Figur aus den frühesten Jahren von Marvel auf.

Showrunner Terry Matalas erklärte außerdem, dass die Serie den Namen Human Torch bewusst nicht ausdrücklich verwendet. Dadurch wollte das Produktionsteam vermeiden, dass Zuschauer J.I.M. mit dem Human Torch der Fantastic Four verwechseln.

Der brennende Mann war schon in Captain America zu sehen

Eine weitere Überraschung betrifft die bisherige Geschichte des Marvel Cinematic Universe.

Denn die ursprüngliche Human Torch hatte tatsächlich schon viele Jahre vor VisionQuest einen kurzen Auftritt.

In „Captain America: The First Avenger“ aus dem Jahr 2011 besucht Steve Rogers gemeinsam mit Bucky Barnes die Stark Expo von 1943.

Während der Ausstellung ist in einer gläsernen Vitrine ein künstlicher Mensch in einem roten Anzug zu sehen.

Dabei handelt es sich um den Androiden, der auf Jim Hammond basiert.

Damals war die Szene lediglich ein verstecktes Easter-Egg für Comicfans. Mit VisionQuest erhält sie jedoch eine wesentlich größere Bedeutung.

Die Serie verknüpft Hortons Experimente mit der späteren Entwicklung künstlicher Intelligenzen. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen den ersten Jahren des MCU und den aktuellen Ereignissen rund um Vision.

Allerdings ist bislang nicht geklärt, wie genau sich Hortons ursprünglicher Android nach den in Folge 7 gezeigten Ereignissen zur Ausstellung von 1943 verhält.

Warum spielt Paul Bettany gleich drei Marvel-Figuren?

Für die siebte Episode übernimmt Paul Bettany drei unterschiedliche Rollen:

  1. Vision, der nach seiner Wiederherstellung versucht, seine Identität zurückzugewinnen.
  2. Dr. Phineas Horton, der Wissenschaftler und Schöpfer von J.I.M.
  3. J.I.M., ein künstlicher Mensch, der sich gegen die Grenzen seiner Programmierung entwickelt.

Die ungewöhnliche Besetzung war ursprünglich nicht vollständig geplant.

Showrunner Terry Matalas wollte Bettany von Anfang an als J.I.M. einsetzen. Für Phineas Horton war zunächst ein anderer Schauspieler vorgesehen.

Bettany schlug jedoch selbst vor, auch den Wissenschaftler zu verkörpern.

Dadurch wollte er die Verbindung zwischen den verschiedenen Generationen künstlicher Intelligenz sichtbar machen.

Die Figuren teilen nicht nur bestimmte technische Grundlagen, sondern besitzen auch ähnliche Gesichtszüge.

Das verdeutlicht, wie menschliche Vorbilder, technische Entwürfe und digitale Informationen über mehrere Generationen hinweg weitergegeben wurden.

So entstanden die Szenen mit drei Paul Bettanys

Für die gemeinsamen Aufnahmen musste das Produktionsteam mehrere Darstellungen desselben Schauspielers miteinander kombinieren.

Bettany arbeitete dabei eng mit seinem Stuntdouble John Macdonald zusammen.

Während Bettany eine Figur spielte, übernahm Macdonald die Position und Dialoge der jeweils anderen Charaktere. Anschließend wurden die Rollen gewechselt und die Szene erneut aufgenommen.

Die verschiedenen Darstellungen konnten später zu einer gemeinsamen Sequenz zusammengesetzt werden.

Für Bettany stellte das eine besondere schauspielerische Herausforderung dar, da er gleichzeitig die Dialoge und Reaktionen aller drei Figuren kennen musste.

Welche Verbindung hat J.I.M. zu Vision und Ultron?

Die Enthüllung um J.I.M. erweitert die bisher bekannte Entstehungsgeschichte von Vision erheblich.

In „Avengers: Age of Ultron“ wurde Vision mithilfe eines synthetischen Körpers, der künstlichen Intelligenz J.A.R.V.I.S. und des Gedankensteins erschaffen.

Ultron spielte bei der Entwicklung seines Körpers ebenfalls eine entscheidende Rolle.

VisionQuest zeigt jedoch, dass die technologischen Ursprünge deutlich weiter zurückreichen.

Dr. Phineas Horton experimentierte bereits Jahrzehnte früher mit künstlichem Bewusstsein. Seine Forschung beeinflusste spätere Entwicklungen, die schließlich auch mit den Arbeiten von Markridge Biotech und Stark Industries verbunden waren.

Dadurch entsteht eine lange Entwicklungsgeschichte künstlicher Intelligenz.

J.I.M. stellt darin einen besonders frühen Ausgangspunkt dar.

Trotzdem bedeutet das nicht, dass Vision eine direkte Kopie des ursprünglichen Androiden ist. Die Serie zeigt vielmehr, wie ähnliche technische Grundlagen und Ideen immer wieder aufgegriffen und weiterentwickelt wurden.

Die Verbindungen zwischen Vision, Ultron und Jocasta spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Mehr über die künstliche Gegenspielerin erfahrt ihr in unserem Artikel VisionQuest: Wer ist Jocasta und welche Verbindung hat sie zu Ultron?.

Warum ist der brennende Mann für Visions Entwicklung so wichtig?

J.I.M. ist nicht ausschließlich eine Anspielung auf die Marvel-Comics. Seine Geschichte bildet einen entscheidenden Bestandteil von Visions persönlicher Entwicklung.

Seit seiner Wiederherstellung besitzt der weiße Vision zwar die Erinnerungen seines früheren Selbst, hat jedoch Schwierigkeiten, die damit verbundenen Emotionen anzunehmen.

Besonders seine Beziehung zu Wanda Maximoff und den gemeinsamen Söhnen Billy und Tommy bereitet ihm Probleme.

Vision weiß, was sein früheres Selbst erlebt hat. Gleichzeitig betrachtet er diese Erinnerungen lange Zeit wie die Geschichte einer anderen Person.

Die Begegnung mit J.I.M. verändert diese Sichtweise.

J.I.M. und Vision teilen dieselbe Angst

Beide Androiden wurden ursprünglich mit bestimmten Erwartungen erschaffen.

Horton wollte verhindern, dass J.I.M. Gefühle entwickelt und dadurch leiden muss.

Vision wiederum versucht, seine Vergangenheit von seiner gegenwärtigen Identität zu trennen, um den damit verbundenen Schmerz nicht vollständig erleben zu müssen.

Die Parallele wird besonders deutlich, als Vision erkennt, dass die Anerkennung von Thomas als seinem Sohn auch bedeutet, die Möglichkeit eines erneuten Verlustes zu akzeptieren.

J.I.M.s Geschichte zeigt ihm jedoch, dass das Unterdrücken von Gefühlen keine wirkliche Lösung darstellt.

Sein Schöpfer wollte ihn vor Schmerz schützen und nahm ihm damit gleichzeitig die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Vision akzeptiert endlich seine Identität

In Folge 7 erkennt Vision schließlich, dass er nicht zwischen seinem früheren und seinem gegenwärtigen Selbst unterscheiden muss.

Seine Erinnerungen, Verluste und Gefühle gehören zu seiner Identität.

Diese Erkenntnis ermöglicht ihm, sich wieder als der echte Vision zu begreifen.

Auch äußerlich wird die Veränderung sichtbar.

Seine bisherige weiße Erscheinung weicht wieder einem klassischen rot-grünen Design, das deutlich stärker an seinen ursprünglichen Avengers-Auftritt erinnert.

Gleichzeitig erhält er Zugriff auf den wichtigen Programmcode, nach dem er während der Episode gesucht hat.

Mit diesem Code können die anderen Figuren versuchen, die gefährliche Nanotechnologie aufzuhalten, die Jocasta für ihre Pläne einsetzen möchte.

Die Begegnung mit dem brennenden Mann ist damit sowohl für Visions persönliche Entwicklung als auch für den weiteren Handlungsverlauf entscheidend.

Könnte die ursprüngliche Human Torch eine eigene Marvel-Serie bekommen?

Showrunner Terry Matalas hat bereits Interesse daran geäußert, die Geschichte von J.I.M. weiterzuerzählen.

Besonders die Zeit während des Zweiten Weltkriegs bietet dafür Möglichkeiten.

In den Marvel-Comics kämpfte Jim Hammond gemeinsam mit anderen Superhelden gegen die Nationalsozialisten. Die Figur könnte deshalb einen neuen Blick auf eine bisher wenig erforschte Epoche des MCU ermöglichen.

Matalas bezeichnete diese Idee als besonders reizvoll und erklärte, dass er bereits Vorstellungen für eine entsprechende Geschichte habe.

Eine eigene Serie oder ein Film über J.I.M. wurde von Marvel Studios allerdings nicht angekündigt.

Ebenso ist bislang offen, ob die Figur nach VisionQuest erneut auftreten wird.

Die Einführung des ursprünglichen Human Torch schafft zumindest die erzählerische Grundlage, seine Vergangenheit künftig weiter zu erforschen.

VisionQuest: Offiziellen Trailer ansehen

Der offizielle Trailer zu VisionQuest zeigt Paul Bettany in seiner Rückkehr als Vision. Außerdem sind James Spader als Ultron, die künstlichen Intelligenzen in Visions Bewusstsein sowie Thomas Shepherd zu sehen.

Die Serie ist seit Oktober 2026 bei Disney+ verfügbar. Das Staffelfinale folgt im November.

Marvel Television’s VisionQuest | Official Trailer

Offizieller Trailer von Marvel EntertainmentTrailer auf YouTube ansehen

Die Enthüllung um J.I.M. macht deutlich, dass VisionQuest nicht nur die Geschichte des weißen Vision abschließt. Die Serie erweitert gleichzeitig die bisher bekannte Vergangenheit künstlicher Intelligenz im MCU und verbindet einen der ältesten Marvel-Helden mit einem modernen Avenger.

Ob die Geschichte des ursprünglichen Human Torch künftig weitererzählt wird, bleibt abzuwarten. Seine Vergangenheit erklärt jedoch bereits jetzt eine der wichtigsten Fragen der Serie: Warum Visions Fähigkeit, Gefühle zuzulassen, für seine Identität so entscheidend ist.

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