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VisionQuest: Darum erscheint Ultron plötzlich als Mensch

Ultron kehrt in VisionQuest zurück, wird diesmal aber nicht nur als Roboter zu sehen sein. James Spader verkörpert den Marvel-Bösewicht erstmals auch in menschlicher Form. Laut Showrunner Terry Matalas steckt…

9. September 2026 4 Min. Lesezeit filmbuddydrake
VisionQuest Ultron

Ultron kehrt in VisionQuest zurück, wird diesmal aber nicht nur als Roboter zu sehen sein. James Spader verkörpert den Marvel-Bösewicht erstmals auch in menschlicher Form. Laut Showrunner Terry Matalas steckt dahinter vor allem der Wunsch, Spaders Schauspiel stärker zu nutzen.

Die Entscheidung hängt damit unmittelbar mit der ungewöhnlichen Geschichte der neuen Disney+ Serie zusammen. Vision trägt mehrere künstliche Intelligenzen in seiner Programmierung, darunter J.A.R.V.I.S., F.R.I.D.A.Y., E.D.I.T.H. und auch Ultron. Disney bestätigt Ultron inzwischen ausdrücklich als Teil von Visions innerer KI-Welt.

Deshalb sieht Ultron in VisionQuest menschlich aus

Seit dem ersten Material zu VisionQuest wurde vermutet, dass Marvel Ultron hauptsächlich aus Kostengründen menschlich darstellt. Ein vollständig animierter CGI-Ultron wäre über eine komplette Serie schließlich entsprechend aufwendig.

Terry Matalas widerspricht dieser Erklärung allerdings. Gegenüber Polygon erklärte der Showrunner, dass die Entscheidung vor allem mit James Spader zu tun habe. Er wollte Spader und Paul Bettany direkt miteinander spielen sehen und die kleinen Details von Spaders Darstellung nutzen können.

Ein digitaler Roboter könne laut Matalas nicht auf die gleiche Weise Emotionen durch minimale Gesichtsausdrücke transportieren. Gerade Spaders Mimik und seine besondere Art, Ultron zu spielen, seien deshalb ein wichtiger Grund für die menschliche Darstellung.

Ganz ohne klassischen Ultron müssen Fans trotzdem nicht auskommen. Matalas stellte ebenfalls klar, dass es in VisionQuest weiterhin ausreichend Szenen mit der Roboterform geben wird.

James Spader kann Ultron diesmal wirklich selbst spielen

In Avengers: Age of Ultron aus dem Jahr 2015 lieferte James Spader nicht nur die Stimme. Seine Bewegungen und Gesichtsausdrücke wurden teilweise ebenfalls über Performance Capture aufgezeichnet und anschließend auf den digitalen Ultron übertragen.

VisionQuest geht einen Schritt weiter. Innerhalb von Visions Gedankenwelt kann Ultron direkt mit Spaders menschlichem Aussehen auftreten. Bereits gezeigtes Material präsentiert ihn unter anderem mit Bart und Brille.

Das ermöglicht deutlich längere Szenen, in denen Spader und Paul Bettany unmittelbar miteinander interagieren können.

Genau diese Dynamik scheint für die Serie besonders wichtig zu werden. Bettany bezeichnete das Verhältnis zwischen Vision und Ultron bereits als eine Mischung aus Vater und Sohn sowie Therapeut und Psychopath.

Wie kann Ultron überhaupt zurückkehren?

Ultron wurde am Ende von Avengers: Age of Ultron scheinbar von Vision zerstört. VisionQuest bringt ihn deshalb nicht einfach mit einem neuen Roboterkörper zurück.

Nach aktuellen Aussagen von Paul Bettany zerstörte Vision damals zwar Ultrons körperliche Form, nahm dessen Bewusstsein aber in seine eigene Programmierung auf. Dort existiert Ultron seitdem innerhalb von Visions Gedankenwelt.

Das passt zur offiziellen Beschreibung der Serie. Vision konsultiert verschiedene KI-Persönlichkeiten innerhalb seiner Programmierung, während er versucht herauszufinden, wer er eigentlich ist. Neben Ultron gehören dazu unter anderem Friday, Edith und Jarvis.

Ultron ist damit zunächst weniger ein klassisch wiederauferstandener MCU-Bösewicht und vielmehr eine gefährliche Persönlichkeit, die bereits in Vision selbst steckt.

Ob Ultron im Verlauf der Serie wieder einen echten Körper außerhalb von Visions Gedankenwelt erhält, wurde bislang nicht bestätigt.

VisionQuest setzt stark auf Vision und Ultron

Dass Marvel ausgerechnet Ultron für Visions Geschichte zurückholt, ist kein Zufall.

Matalas erklärte, dass die Beziehung zwischen den beiden bereits sehr früh Teil seiner Idee für die Serie war. Besonders die letzte gemeinsame Szene aus Avengers: Age of Ultron diente als Inspiration für VisionQuest.

Auch Paul Bettany machte inzwischen deutlich, dass die Handlung zu einem großen Teil um das Verhältnis zwischen Vision und Ultron aufgebaut ist. Gleichzeitig beschäftigt sich die Serie mit Visions Identität und der Frage, wie er mit den Erinnerungen seines früheren Selbst umgehen soll.

Dazu kommt Thomas Shepard. Der mysteriöse Jugendliche könnte die Wiedergeburt von Tommy Maximoff und damit Visions Sohn sein. Als ein Kopfgeld auf Vision ausgesetzt wird, müssen die beiden gemeinsam fliehen.

Damit treffen gleich mehrere komplizierte Familienbeziehungen aufeinander. Vision muss sich mit seinem möglichen Sohn auseinandersetzen, während gleichzeitig Ultron als eine Art eigene Vaterfigur in seinem Kopf existiert.

Wann startet VisionQuest bei Disney+?

VisionQuest startet am 14. Oktober 2026 bei Disney+. Der Termin wird inzwischen auch auf der deutschen Disney+ Seite offiziell geführt.

Paul Bettany kehrt als Vision zurück, während James Spader nach mehr als elf Jahren erneut Ultron spielt.

Dass Spader diesmal selbst vor der Kamera steht, dürfte dabei mehr als nur ein optischer Gag sein. Matalas möchte gerade die direkte Interaktion zwischen ihm und Bettany nutzen. Die menschliche Version von Ultron könnte deshalb einen wesentlich persönlicheren Blick auf den Charakter ermöglichen als sein bisheriger MCU-Auftritt.

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