Amanda Seyfried hätte beinahe Gamora in Guardians of the Galaxy gespielt. Die Schauspielerin lehnte die Rolle jedoch ab, weil sie befürchtete, dass der Marvel-Film ein gewaltiger Flop werden und ihrer Karriere schaden könnte. Obwohl sie sich damit irrte, bereut sie ihre Entscheidung bis heute nicht.
In einem Gespräch mit der SAG-AFTRA Foundation erklärte die Schauspielerin, warum sie damals Zweifel an dem ungewöhnlichen Superheldenfilm hatte und weshalb die Rolle grundsätzlich nicht zu ihr passte.
Amanda Seyfried befürchtete einen Marvel-Flop
Als Marvel Studios 2014 „Guardians of the Galaxy“ vorbereitete, gehörte das Team noch zu den weniger bekannten Comicfiguren des Verlags.
Besonders die ungewöhnlichen Charaktere machten Seyfried skeptisch. Ein sprechender Baum namens Groot, ein bewaffneter Waschbär namens Rocket und eine Handlung im Weltraum klangen für sie nicht gerade nach einem sicheren Kinoerfolg.
Sie erinnerte sich daran, damals überzeugt gewesen zu sein, dass der Film kein Hit werden würde. Vor allem fürchtete sie, ein gescheiterter Marvel-Blockbuster könnte ihrer weiteren Karriere schaden.
Inzwischen räumt Seyfried offen ein, dass ihre Einschätzung falsch war. Dennoch würde sie ihre damalige Entscheidung nicht rückgängig machen.
Warum sie die Rolle der Gamora nicht bereut
Ihre Zweifel am kommerziellen Erfolg waren allerdings nicht der einzige Grund für die Absage.
Seyfried erklärte, dass sie die Entscheidung auch mit Blick auf ihr Privatleben und ihre zukünftige Familie getroffen habe.
Hinzu kamen die besonderen Anforderungen einer Marvel-Produktion. Für die Rolle der grünhäutigen Gamora hätte sie regelmäßig viel Zeit in der Maske verbringen müssen.
Auch aufwendige Stunts, Dreharbeiten in großer Höhe und das Schauspielern vor computergenerierten Hintergründen entsprechen nicht ihren persönlichen Vorlieben.
Die Schauspielerin bevorzugt Szenen mit greifbaren Kulissen und direkter menschlicher Interaktion. Eine Rolle, bei der sie sich einen Großteil ihrer Umgebung vorstellen müsste, wäre deshalb weniger reizvoll für sie gewesen.
Für Seyfried war die Absage somit nicht nur eine Frage des möglichen Erfolgs, sondern auch eine bewusste persönliche Entscheidung.
Zoe Saldaña übernahm Gamora und wurde zum Marvel-Star
Die Rolle ging schließlich an Zoe Saldaña, die Gamora erstmals 2014 in „Guardians of the Galaxy“ verkörperte.
Der Film unter der Regie von James Gunn entwickelte sich zu einem großen Erfolg und erhielt zwei Fortsetzungen. Saldaña spielte Gamora außerdem in „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“.
Damit wurde ausgerechnet die Rolle, die Seyfried als mögliches Karriererisiko betrachtet hatte, zu einem festen Bestandteil des Marvel Cinematic Universe.
Die ursprüngliche Guardians-Besetzung hat sich inzwischen zwar weitgehend voneinander verabschiedet, einzelne Figuren könnten jedoch zurückkehren.
So hat Chris Pratt zuletzt bestätigt, dass Marvel bereits konkrete Schritte für Star-Lords Rückkehr ins MCU unternommen hat.
Seyfried selbst scheint dagegen weiterhin wenig Interesse an einer klassischen Superheldenrolle zu haben. Auf die Frage nach einem möglichen Marvel-Auftritt scherzte sie, dass ein Superheld dafür hauptsächlich herumlaufen müsste.
Ihre damalige Absage betrachtet sie deshalb nicht als verpasste Chance. Vielmehr ist sie überzeugt, dass die Entscheidung zu ihren persönlichen und beruflichen Vorstellungen passte.