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Digger floppt an den Kinokassen

Tom Cruise ist normalerweise ein Garant für volle Kinos. Bei seinem neuen Film „Digger“ sieht es allerdings ganz anders aus. Die schwarze Komödie von Regisseur Alejandro G. Iñárritu ist mit…

3 Min. Lesezeit
Digger Tom Cruise

Tom Cruise ist normalerweise ein Garant für volle Kinos. Bei seinem neuen Film „Digger“ sieht es allerdings ganz anders aus. Die schwarze Komödie von Regisseur Alejandro G. Iñárritu ist mit weltweit nur rund 20 Millionen US-Dollar gestartet und entwickelt sich damit zu einem der größten Kino-Flops in Cruises Karriere.

Besonders problematisch sind die hohen Produktionskosten. Je nach Branchenbericht soll allein das Budget mindestens 125 Millionen US-Dollar betragen haben. Andere Schätzungen liegen sogar deutlich darüber. Hinzu kommen hohe Marketingkosten.

Nur 8 Millionen Dollar in Nordamerika

Am ersten Wochenende spielte „Digger“ in den USA und Kanada lediglich rund 8 Millionen US-Dollar ein. Damit landete der Film nur auf dem fünften Platz der Kinocharts.

Auch international konnte Tom Cruises Bekanntheit den Film nicht retten. Aus 74 internationalen Märkten kamen weitere rund 12 Millionen Dollar hinzu.

Damit steht „Digger“ nach seinem ersten Wochenende bei lediglich rund 20 Millionen US-Dollar weltweit.

Für einen Film dieser Größenordnung ist das ein ausgesprochen schwacher Start. Zum Vergleich: Der Thriller „Verity“ mit Anne Hathaway und Dakota Johnson eröffnete am selben Wochenende allein in Nordamerika mit rund 32,6 Millionen Dollar.

Digger könnte Warner Bros. viel Geld kosten

Wie teuer „Digger“ tatsächlich war, ist nicht vollständig eindeutig. Verschiedene Branchenberichte nennen Produktionskosten zwischen mindestens 125 Millionen und deutlich über 150 Millionen US-Dollar.

Zusätzlich soll Warner Bros. einen hohen zweistelligen beziehungsweise möglicherweise sogar rund 100 Millionen Dollar schweren Betrag in die Vermarktung investiert haben.

Die aktuell eingespielten 20 Millionen Dollar entsprechen außerdem nicht dem Betrag, der direkt beim Studio landet. Ein Teil der Kinoeinnahmen verbleibt grundsätzlich bei den Kinobetreibern und internationalen Partnern.

Sollte sich der Film in den kommenden Wochen nicht überraschend stabilisieren, droht Warner Bros. deshalb ein Verlust im dreistelligen Millionenbereich.

Einer der schwächsten Starts von Tom Cruise

Für Tom Cruise ist der Kinostart besonders ungewöhnlich. Der Schauspieler gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Hollywoodstars und konnte zuletzt unter anderem mit „Top Gun: Maverick“ und der „Mission: Impossible“-Reihe große Kinoerfolge feiern.

„Digger“ ist dagegen einer seiner schwächsten Starts seit vielen Jahren. Einen ähnlich niedrigen Auftakt erlebte Cruise zuletzt 2007 mit „Von Löwen und Lämmern“.

Dabei sollte der Film bewusst eine andere Seite des Schauspielers zeigen.

Worum geht es in Digger?

Tom Cruise spielt den mächtigen Ölunternehmer Digger Rockwell. Durch seine Entscheidungen wird eine gewaltige Katastrophe ausgelöst. Anschließend versucht Rockwell ausgerechnet selbst, sich als Retter der Menschheit zu präsentieren.

Der Film verbindet Drama mit schwarzer Komödie und politischer Satire. Regie führte Alejandro G. Iñárritu, der zuvor unter anderem „Birdman“ und „The Revenant“ inszenierte.

Neben Tom Cruise gehören Riz Ahmed, John Goodman, Sandra Hüller, Michael Stuhlbarg und Jesse Plemons zur Besetzung.

Cruise zeigt sich für die Rolle zudem deutlich verändert und tritt unter anderem mit umfangreichem Make-up und Prothesen auf.

Warum floppt Digger?

Einen einzelnen Grund für den schwachen Kinostart gibt es bislang nicht. Mehrere Faktoren dürften zusammenkommen.

Die Kritiken zum Film fielen stark gemischt aus. Während vor allem Tom Cruises ungewöhnliche Darstellung teilweise gelobt wurde, konnte die politische und bewusst überzeichnete Satire viele Kritiker nicht überzeugen.

Auch beim Publikum scheint sich bislang kein großer Mundpropaganda-Effekt abzuzeichnen. Hinzu kommt, dass „Digger“ kein etabliertes Franchise und keine bekannte Vorlage besitzt.

Damit unterscheidet sich der Film deutlich von den großen Actionmarken, mit denen Cruise zuletzt erfolgreich war.

Gleichzeitig musste „Digger“ am Startwochenende gegen mehrere andere Kinofilme antreten. Vor allem „Verity“ entwickelte sich zum klaren Publikumssieger.

Digger läuft bereits in Deutschland

Deutsche Zuschauer können sich inzwischen selbst ein Bild vom Film machen. „Digger“ ist am 1. Oktober 2026 in den deutschen Kinos gestartet.

Einen offiziell bestätigten Streamingtermin für Deutschland gibt es derzeit noch nicht. Aktuell bleibt das Kino damit die reguläre Möglichkeit, den neuen Tom-Cruise-Film zu sehen.

Ob sich „Digger“ durch internationale Einnahmen und eine längere Kinoauswertung noch stabilisieren kann, bleibt abzuwarten. Nach dem ersten Wochenende steht jedoch bereits fest: Für Tom Cruise und Warner Bros. ist der Start eine deutliche Enttäuschung.

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