VisionQuest verändert rückwirkend eine der wichtigsten Szenen aus Avengers: Age of Ultron. Entgegen der bisherigen Annahme zerstörte Vision die letzte Version von Ultron am Ende des Films offenbar nicht vollständig. Stattdessen speicherte er eine Kopie der künstlichen Intelligenz in seinem eigenen System.
Showrunner Terry Matalas hat erklärt, dass Vision im entscheidenden Moment Gnade zeigte. Genau diese Entscheidung ermöglicht nun die Rückkehr von James Spader als Ultron in der neuen Marvel Serie.
Was am Ende von Avengers: Age of Ultron wirklich passiert sein soll
Am Ende von Avengers: Age of Ultron treffen Vision und die letzte verbliebene Version von Ultron aufeinander.
Die Szene endet, bevor eindeutig gezeigt wird, wie Vision seinen Schöpfer vernichtet. Ein heller Lichtblitz deutet zwar darauf hin, dass Ultron zerstört wurde, doch der eigentliche Moment bleibt außerhalb des Bildes.
Seit 2015 wurde deshalb grundsätzlich davon ausgegangen, dass Vision die letzte Ultron Einheit beseitigt hatte.
VisionQuest gibt dieser Szene nun eine neue Bedeutung.
Terry Matalas erklärte gegenüber Empire, dass Vision eine Kopie von Ultron sicherte und anschließend in einer Art digitalem Gefängnis innerhalb seines eigenen Systems einschloss. Vision habe Ultron zwar weiterhin als enorme Gefahr für die Menschheit betrachtet, ihn letztlich aber nicht vollständig vernichten wollen.
Vision zeigte Ultron offenbar Gnade
Die Änderung passt gleichzeitig zu dem Gespräch zwischen Vision und Ultron unmittelbar vor ihrem vermeintlich letzten Kampf.
Schon dort wird deutlich, dass Vision seinen Schöpfer nicht einfach nur hasst. Beide sprechen über die Menschheit, ihre Fehler und darüber, warum Vision sie trotz allem verteidigen möchte.
Matalas zufolge soll Vision in diesem Moment bewusst Gnade gezeigt haben.
Dadurch wird die Szene nicht komplett ersetzt. Marvel ergänzt vielmehr eine Information, die im ursprünglichen Film nicht zu sehen war. Vision zerstörte offenbar Ultrons letzten physischen Körper, behielt jedoch eine digitale Version seiner Persönlichkeit in seinem eigenen System.
Damit erklärt VisionQuest gleichzeitig, wie Ultron nach mehr als elf Jahren wieder im MCU auftreten kann.
Ultron lebt seit Jahren in Visions System
In VisionQuest befindet sich Ultron innerhalb von Visions sogenanntem Mindspace.
Dort hat Vision verschiedene künstliche Intelligenzen aus der Vergangenheit von Stark Industries gesammelt. Dazu gehören J.A.R.V.I.S., F.R.I.D.A.Y., E.D.I.T.H. sowie die Roboterarme Dum-E und U.
Ultron nimmt innerhalb dieser Gruppe allerdings eine besondere Position ein. Er wurde nicht einfach als Begleiter gespeichert, sondern sitzt innerhalb von Visions System in einer Art Gefängnis.
Das bedeutet auch, dass Ultron die gesamte Zeit seit Age of Ultron zumindest in digitaler Form weiterexistiert haben könnte.
Die Änderung erklärt James Spaders Rückkehr in VisionQuest
Marvel hatte bereits offiziell bestätigt, dass James Spader erneut Ultron spielt. Es ist sein erster MCU Auftritt als Figur seit Avengers: Age of Ultron aus dem Jahr 2015.
VisionQuest macht aus dieser Rückkehr allerdings mehr als einen einfachen Cameo.
Ultron soll eine wichtige Rolle bei Visions Suche nach seiner eigenen Identität spielen. White Vision besitzt zwar die Erinnerungen des ursprünglichen Vision, versucht aber weiterhin herauszufinden, welche Persönlichkeit und welche Gefühle tatsächlich zu ihm gehören.
Ultron ist dafür eine ungewöhnlich passende Figur. Schließlich war er direkt an Visions Entstehung beteiligt und betrachtet ihn in gewisser Weise als seinen Nachkommen.
Matalas beschreibt die Beziehung zwischen Ultron, Vision und Tommy Maximoff deshalb auch als eine Geschichte über mehrere Generationen. Ultron steht dabei sinngemäß über Vision, während Vision wiederum versucht, seine Verbindung zu Tommy zu verstehen.
VisionQuest greift damit eine Szene aus Age of Ultron direkt wieder auf
Die Verbindung zum zweiten Avengers Film ist offenbar bewusst gewählt.
Matalas hat bereits erklärt, dass die letzte Szene zwischen Vision und Ultron aus Avengers: Age of Ultron zu den wichtigsten Inspirationen für VisionQuest gehört.
Die Serie greift damit eine Frage auf, die der Film selbst nur kurz behandelt: Wie unterschiedlich sind Vision und Ultron wirklich?
Beide sind künstliche Lebensformen. Beide entstanden durch Technologie von Tony Stark. Ihre Sicht auf die Menschheit könnte allerdings kaum unterschiedlicher sein.
Vision entscheidet sich für Mitgefühl und akzeptiert die Fehler der Menschen. Ultron betrachtet genau diese Fehler als Beweis dafür, dass die Menschheit beseitigt werden müsse.
Dass Vision seinen Gegner trotz dieser Unterschiede nicht endgültig vernichtet hat, passt deshalb zumindest thematisch zu seiner Haltung aus Age of Ultron.
Ultron ist nicht die einzige Verbindung zu Visions Vergangenheit
VisionQuest beschäftigt sich generell stark mit Visions Erinnerungen und seiner Vergangenheit.
Neben Ultron tauchen mehrere bekannte künstliche Intelligenzen aus früheren MCU Filmen auf. Gleichzeitig spielen auch Wanda Maximoff und Visions Erinnerungen an sein früheres Leben eine wichtige Rolle für seine Identitätskrise.
Die Serie setzt mehrere Jahre nach WandaVision ein. Wie VisionQuest genau innerhalb des MCU eingeordnet ist, haben wir bereits ausführlicher in unserem Beitrag zur VisionQuest MCU Zeitlinie und dem Jahr 2028 erklärt.
White Vision hat damit bereits längere Zeit außerhalb der bekannten Marvel Geschichten verbracht, bevor ihn die Serie wieder in den Mittelpunkt stellt.
Wann startet VisionQuest?
VisionQuest startet am 14. Oktober 2026 auf Disney+.
Marvel hat den Termin offiziell bestätigt. Paul Bettany kehrt als Vision zurück, während James Spader erneut Ultron spielt. Terry Matalas übernimmt die Rolle des Showrunners.
Die neue Erklärung zu Age of Ultron dürfte dabei mehr als nur ein Weg sein, einen bekannten Gegenspieler zurückzubringen.
Vision verschonte ausgerechnet die künstliche Intelligenz, die die Menschheit vernichten wollte. VisionQuest kann damit nun zeigen, welche Folgen diese Entscheidung mehr als ein Jahrzehnt nach Ultrons erstem MCU Auftritt hat.