Doctor Doom steckt nicht hinter der Jagd auf Vision in der Marvel-Serie VisionQuest. Showrunner Terry Matalas hat bestätigt, dass der kommende Avengers-Gegenspieler nicht der geheimnisvolle Auftraggeber des Kopfgeldjägers Paladin ist. Auch Billy Maximoff, einer von Visions Söhnen, fällt als Verdächtiger weg.
Damit hat Matalas gleich zwei verbreitete Fantheorien ausgeschlossen. Die tatsächliche Identität des Auftraggebers bleibt allerdings weiterhin geheim.
Achtung, Spoiler: Der Artikel enthält Einzelheiten aus den ersten vier Folgen von VisionQuest.
Wer hat Paladin auf Vision angesetzt?
Seit dem Beginn von VisionQuest wird der von Paul Bettany gespielte Android von einem Kopfgeldjäger verfolgt.
Paladin, dargestellt von Todd Stashwick, handelt dabei nicht aus persönlicher Feindschaft. Ein unbekannter Auftraggeber hat ihn engagiert, um Vision gefangen zu nehmen.
Wer hinter dem Auftrag steckt und warum Vision benötigt wird, verrät die Serie zunächst nicht.
Im Interview mit dem YouTube-Kanal New Rockstars hat Showrunner Terry Matalas jetzt zumindest einige Hinweise gegeben.
Billy Maximoff und Doctor Doom sind demnach nicht für den Auftrag verantwortlich. Gleichzeitig erklärte Matalas, dass die tatsächliche Identität durchaus eine Bedeutung für die Geschichte besitzt.
Das Publikum sollte allerdings keine riesige MCU-Enthüllung erwarten.
Warum Doctor Doom und Billy Maximoff verdächtigt wurden
Dass viele Zuschauer Doctor Doom hinter dem Auftrag vermuteten, hat einen nachvollziehbaren Grund.
Robert Downey Jr. kehrt im Dezember 2026 als Doctor Doom in Avengers: Doomsday zum MCU zurück. Zuvor spielte er Tony Stark, der maßgeblich an Visions Erschaffung beteiligt war.
Hinzu kommt, dass VisionQuest die letzte neue MCU-Produktion vor dem kommenden Avengers-Film ist.
Eine direkte Verbindung zwischen der Serie und Doctor Doom wäre deshalb grundsätzlich denkbar gewesen. Matalas hat diese konkrete Theorie nun jedoch ausdrücklich zurückgewiesen.
Auch Billy Maximoff galt als möglicher Auftraggeber.
Am Ende von Agatha All Along machte sich Billy auf die Suche nach seinem verschwundenen Zwillingsbruder Tommy. Da VisionQuest die Geschichte der Maximoff-Familie fortsetzt, vermuteten einige Zuschauer, Billy könnte Paladin engagiert haben, um seinen Vater aufzuspüren.
Diese Möglichkeit ist ebenfalls ausgeschlossen.
Wie Tommy und Billy innerhalb der Serie miteinander verbunden sind, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag VisionQuest: Tommy Maximoffs neue Identität und Verbindung zu Billy.
Auch bei Tony Stark und Mephisto dämpft Matalas die Erwartungen
Im Gespräch machte Terry Matalas außerdem deutlich, dass die Enthüllung nicht als gewaltiger Überraschungsauftritt angelegt ist.
Als Beispiele nannte er Tony Stark und Mephisto. Die Auflösung solle nicht in diese Richtung gehen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der Auftraggeber eine unwichtige Nebenfigur ist. Matalas betonte ausdrücklich, dass dessen Identität für die Handlung relevant sei.
Während Billy Maximoff und Doctor Doom konkret ausgeschlossen wurden, ging es bei Tony Stark und Mephisto vor allem darum, die Erwartungen an einen spektakulären Überraschungsauftritt einzuordnen.
Welche Marvel-Figuren kommen noch infrage?
Nach Matalas‘ Aussagen bleiben mehrere mögliche Auftraggeber übrig. Besonders interessant sind Figuren, die bereits über Verbindungen zur kriminellen Unterwelt oder zu künstlicher Intelligenz verfügen.
Eine Möglichkeit wäre Sharon Carter, die im MCU als Power Broker bekannt ist.
Sie verfügt über Kontakte zur Unterwelt von Madripoor, einem Schauplatz, der auch in VisionQuest eine Rolle spielt. Mehr über diese Verbindung erfahrt ihr in unserem Artikel VisionQuest bringt Madripoor zurück und greift bekannten X-Men-Ort auf.
Auch Xu Xialing, die Schwester von Shang-Chi, wäre eine denkbare Kandidatin. Sie übernahm am Ende von Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings die Führung der Zehn Ringe. In VisionQuest wird eine Verbindung zwischen dieser Organisation und Paladins Ausrüstung hergestellt.
Eine weitere Möglichkeit ist Ultron.
Nach den Ereignissen der vierten Episode verfügt die künstliche Intelligenz über neue Handlungsmöglichkeiten. Dass Ultron eigene Pläne verfolgt, steht außer Frage. Ob er allerdings auch für Paladins ursprünglichen Auftrag verantwortlich ist, bleibt unklar.
Keine dieser Theorien wurde von Marvel bestätigt. Auch nach den ersten vier Episoden gibt es noch keine eindeutige Antwort.
Wann enthüllt VisionQuest den Auftraggeber?
Matalas deutete an, dass die Auflösung erst im späteren Verlauf der Staffel erfolgen wird. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er nicht.
Die dritte und vierte Episode haben inzwischen weitere Einzelheiten über Paladin und seine Verbindungen enthüllt. Sein unbekannter Auftraggeber beendet sogar die Zusammenarbeit mit ihm, nachdem die Situation außer Kontrolle geraten ist.
Was dabei passiert und weshalb Ultron anschließend Visions Körper übernimmt, erklären wir in unserem Rückblick auf VisionQuest Folge 3 und 4 mit dem erklärten Ende.
Die nächsten beiden Folgen erscheinen am 28. Oktober 2026 bei Disney+ in Deutschland. Das Staffelfinale folgt am 11. November 2026.
Ob der Auftraggeber tatsächlich eine bereits bekannte MCU-Figur ist oder Marvel eine neue Verbindung zu Visions Vergangenheit herstellt, bleibt vorerst offen. Fest steht nach Matalas‘ Aussagen lediglich, dass weder Doctor Doom noch Billy Maximoff hinter der Jagd steckt.