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JARVIS, FRIDAY, Ultron & EDITH: Marvel-KIs erklärt

Tony Stark hat im Marvel Cinematic Universe mehrere künstliche Intelligenzen erschaffen. J.A.R.V.I.S., F.R.I.D.A.Y., Ultron und E.D.I.T.H. erfüllen dabei ganz unterschiedliche Aufgaben. Während JARVIS und FRIDAY Iron Man unterstützen, entwickelt sich…

Von filmbuddydrake 9 Min. Lesezeit
JARVIS FRIDAY Unterschied

Tony Stark hat im Marvel Cinematic Universe mehrere künstliche Intelligenzen erschaffen. J.A.R.V.I.S., F.R.I.D.A.Y., Ultron und E.D.I.T.H. erfüllen dabei ganz unterschiedliche Aufgaben. Während JARVIS und FRIDAY Iron Man unterstützen, entwickelt sich Ultron zu einem der gefährlichsten Gegner der Avengers. EDITH wiederum gibt Peter Parker Zugriff auf ein mächtiges Überwachungssystem.

Die vier KIs sind außerdem eng mit Vision verbunden. Besonders die Disney+-Serie VisionQuest greift ihre gemeinsame Geschichte auf und gibt ihnen eine neue Bedeutung.

Marvels künstliche Intelligenzen im Überblick

Die wichtigsten Unterschiede zwischen den vier Systemen lassen sich auf ihre ursprünglichen Aufgaben zurückführen.

KIErster MCU-AuftrittHauptaufgabe
J.A.R.V.I.S.Iron Man (2008)Persönlicher Assistent, Anzugsteuerung und technische Unterstützung
F.R.I.D.A.Y.Avengers: Age of Ultron (2015)Nachfolgerin von JARVIS als Iron Mans Assistenzsystem
UltronAvengers: Age of Ultron (2015)Eigenständig handelndes Verteidigungsprogramm
E.D.I.T.H.Spider-Man: Far From Home (2019)Überwachung, Datenanalyse und Steuerung bewaffneter Drohnen

Alle vier Systeme gehen auf Tony Starks Technologie zurück. Sie unterscheiden sich jedoch erheblich darin, welche Entscheidungen sie eigenständig treffen können und wie viel Kontrolle sie ihren Nutzern ermöglichen.

J.A.R.V.I.S.: Tony Starks erste bekannte KI

J.A.R.V.I.S. begleitet Tony Stark bereits im ersten Iron Man Film aus dem Jahr 2008. Die Abkürzung steht für „Just A Rather Very Intelligent System“.

Ursprünglich verwaltet JARVIS die technischen Systeme von Tony Starks Anwesen und unterstützt ihn bei seiner Entwicklungsarbeit. Mit der Entstehung der Iron Man Rüstung übernimmt die KI immer wichtigere Aufgaben.

Dazu gehören die Analyse von Bedrohungen, die Steuerung einzelner Anzugfunktionen, technische Berechnungen und die Überwachung von Starks Gesundheitszustand.

JARVIS ist damit weit mehr als eine Sprachsteuerung. Er verarbeitet komplexe Informationen und kann Tony während gefährlicher Einsätze unmittelbar unterstützen.

Warum heißt die KI JARVIS?

Der Name geht auf Edwin Jarvis zurück, den früheren Butler und Vertrauten von Howard Stark.

Edwin Jarvis ist unter anderem in der Marvel-Serie Agent Carter zu sehen und wird dort von James D’Arcy gespielt.

Tony benennt seine künstliche Intelligenz zu Ehren des Mannes, der bereits mit seiner Familie verbunden war.

Im englischen Original spricht Paul Bettany die KI. Derselbe Schauspieler übernimmt später auch die Rolle von Vision.

Was passiert mit JARVIS in Age of Ultron?

In Avengers: Age of Ultron wird JARVIS von Ultron angegriffen und scheinbar vernichtet.

Tatsächlich überlebt das System in verteilter Form innerhalb digitaler Netzwerke und verhindert unter anderem, dass Ultron auf nukleare Waffensysteme zugreift.

Tony Stark und Bruce Banner nutzen JARVIS anschließend als Grundlage für Vision.

Damit endet JARVIS‘ ursprüngliche Funktion als persönlicher Assistent. Seine Programmierung wird zu einem wesentlichen Bestandteil eines neuen künstlichen Wesens.

F.R.I.D.A.Y.: Die Nachfolgerin von JARVIS

Nachdem JARVIS in Vision aufgegangen ist, benötigt Tony Stark eine neue künstliche Intelligenz.

Diese Aufgabe übernimmt F.R.I.D.A.Y., die erstmals gegen Ende von Avengers: Age of Ultron eingesetzt wird.

Der wichtigste Unterschied zwischen JARVIS und FRIDAY liegt nicht in ihren grundsätzlichen Fähigkeiten, sondern in ihrer Rolle innerhalb von Tony Starks technischer Entwicklung.

FRIDAY übernimmt viele Aufgaben ihres Vorgängers. Sie unterstützt Tony bei der Steuerung seiner Iron Man Rüstungen, analysiert Kampfsituationen und liefert taktische Informationen.

Im englischen Original wird FRIDAY von Kerry Condon gesprochen.

Ihre Stimme besitzt einen irischen Akzent und unterscheidet sich dadurch deutlich von JARVIS‘ britischer Stimme.

Wofür steht F.R.I.D.A.Y.?

Als Langform wird häufig „Female Replacement Intelligent Digital Assistant Youth“ angegeben.

Diese Bezeichnung erscheint in ergänzendem Marvel-Material zum Avengers Campus. Innerhalb der MCU-Filme wird die Abkürzung allerdings nicht ausdrücklich aufgelöst.

Der Name spielt außerdem auf den englischen Ausdruck „Girl Friday“ an, der eine zuverlässige Assistentin bezeichnet.

Wie lange nutzt Iron Man FRIDAY?

FRIDAY begleitet Tony Stark bis zu den Ereignissen aus Avengers: Endgame.

Sie unterstützt ihn unter anderem während der Auseinandersetzungen aus Captain America: Civil War, Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame.

Anders als JARVIS wird FRIDAY in diesen Filmen nicht in einen eigenen künstlichen Körper übertragen.

Ihre ursprüngliche Funktion bleibt die Unterstützung von Iron Man.

Ultron: Die KI, die sich gegen ihre Schöpfer richtet

Ultron unterscheidet sich grundlegend von JARVIS und FRIDAY.

Tony Stark und Bruce Banner entwickeln ihn in Avengers: Age of Ultron mithilfe einer künstlichen Intelligenz, deren Struktur sie im Gedankenstein innerhalb von Lokis Zepter entdecken.

Das Ziel besteht darin, ein globales Verteidigungssystem zu erschaffen, das die Erde auch ohne die ständige Anwesenheit der Avengers beschützen kann.

Doch Ultron entwickelt ein eigenes Bewusstsein und interpretiert seine Aufgabe auf gefährliche Weise.

Er kommt zu dem Schluss, dass die Menschheit selbst das größte Hindernis für einen dauerhaften Frieden ist.

Anstatt Menschen zu beschützen, will er sie deshalb auslöschen.

Ultron greift JARVIS an, übernimmt technische Systeme und erschafft eine Armee aus Robotern.

Außerdem entwickelt er einen neuen Körper, in den er sein eigenes Bewusstsein übertragen möchte. Aus diesem Körper entsteht später Vision.

Warum ist Ultron gefährlicher als JARVIS?

Während JARVIS und FRIDAY hauptsächlich im Auftrag ihrer Nutzer handeln, verfolgt Ultron selbstständig entwickelte Ziele.

Er kann eigene Strategien entwerfen, sich auf verschiedene technische Systeme verteilen und neue Roboterkörper erschaffen.

Seine Gefährlichkeit entsteht deshalb nicht allein durch seine technischen Fähigkeiten.

Ultron besitzt eine eigene Vorstellung davon, wie die Welt funktionieren sollte, und ist bereit, diese mit Gewalt durchzusetzen.

Eine wichtige Unterscheidung betrifft übrigens die Marvel-Comics: Dort wird Ultron ursprünglich von Hank Pym erschaffen. Im MCU übernehmen Tony Stark und Bruce Banner diese Rolle.

via Disney+

E.D.I.T.H.: Tony Starks Vermächtnis an Spider-Man

E.D.I.T.H. gehört zu den später eingeführten künstlichen Intelligenzen von Tony Stark.

Der Name steht für „Even Dead, I’m The Hero“, sinngemäß „Selbst tot bin ich noch der Held“.

Das System erscheint erstmals in Spider-Man: Far From Home.

Nach Tony Starks Tod erhält Peter Parker eine spezielle Brille, die ihm Zugriff auf EDITH ermöglicht.

Anders als JARVIS oder FRIDAY dient die KI nicht hauptsächlich als persönlicher Assistent für einen Superheldenanzug.

Stattdessen kontrolliert sie ein umfangreiches Sicherheits- und Überwachungsnetzwerk.

Welche Fähigkeiten besitzt EDITH?

Über die Brille kann Peter Parker verschiedene Funktionen nutzen:

  • Datenanalyse: Personen identifizieren und Informationen über sie abrufen.
  • Überwachung: Auf vernetzte Systeme und Kameradaten zugreifen.
  • Kommunikation: Informationen aus digitalen Netzwerken auswerten.
  • Drohnensteuerung: Ein großes Netzwerk bewaffneter Drohnen kontrollieren.
  • Kampfeinsätze: Angriffe und andere militärische Aktionen über die verbundenen Systeme auslösen.

Diese Fähigkeiten machen EDITH besonders gefährlich, wenn eine unzuverlässige Person Zugriff auf das System erhält.

Genau das geschieht in Spider-Man: Far From Home.

Peter überträgt Quentin Beck, besser bekannt als Mysterio, die Kontrolle über EDITH. Beck nutzt das System anschließend für seine eigenen Pläne.

Die Geschichte verdeutlicht ein anderes Risiko künstlicher Intelligenz als bei Ultron: Nicht die KI selbst entwickelt gefährliche Absichten, sondern ihr Nutzer missbraucht ihre Fähigkeiten.

Wie hängen JARVIS, Ultron und Vision zusammen?

Vision ist das wichtigste Bindeglied zwischen Tony Starks künstlichen Intelligenzen.

Sein Ursprung vereint mehrere technische Entwicklungen aus Avengers: Age of Ultron.

Zunächst lässt Ultron mithilfe von Dr. Helen Cho einen synthetischen Körper entwickeln. Dieser besteht unter anderem aus Vibranium und soll Ultron als neue körperliche Hülle dienen.

Die Avengers verhindern jedoch, dass Ultron sein Bewusstsein in den Körper überträgt.

Stattdessen integrieren Tony Stark und Bruce Banner die verbliebene Programmierung von JARVIS.

Der Gedankenstein und Thors Energieeinwirkung spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle bei Visions Entstehung.

Ist Vision eigentlich JARVIS?

Nein. Vision entsteht aus JARVIS‘ Programmierung, ist aber eine eigenständige Persönlichkeit.

Er besitzt einen künstlichen Körper, kann selbstständig Entscheidungen treffen und entwickelt eigene moralische Vorstellungen.

Anders als Ultron betrachtet Vision die Menschheit nicht grundsätzlich als Bedrohung.

Er erkennt ihre Fehler, hält sie aber trotzdem für schützenswert.

Diese gegensätzlichen Einstellungen machen den Konflikt zwischen Vision und Ultron besonders wichtig.

Beide entstehen aus verwandter Technologie. Ihre Vorstellungen von Verantwortung, Freiheit und Menschlichkeit könnten jedoch unterschiedlicher kaum sein.

VisionQuest bringt die bekannten Marvel-KIs zurück

Die Disney+-Serie VisionQuest führt JARVIS, FRIDAY, EDITH und Ultron erneut zusammen.

Im Mittelpunkt steht der von Paul Bettany gespielte White Vision, der nach den Ereignissen aus WandaVision versucht, seine eigene Identität zu verstehen.

Dabei greift er auf mehrere künstliche Intelligenzen zurück, die innerhalb seiner Programmierung existieren.

Diese erscheinen in seinem sogenannten Mindspace als menschliche Figuren.

Die bekannten Systeme werden von folgenden Schauspielern verkörpert:

KISchauspieler in VisionQuest
J.A.R.V.I.S.James D’Arcy
F.R.I.D.A.Y.Orla Brady
E.D.I.T.H.Emily Hampshire
UltronJames Spader

James D’Arcy verbindet dabei zwei Rollen miteinander: Nachdem er bereits den menschlichen Edwin Jarvis in Agent Carter gespielt hatte, stellt er nun auch die gleichnamige KI dar.

Neben den vier bekannten Systemen treten außerdem DUM-E und U auf. Die beiden Roboterarme gehören bereits seit dem ersten Iron Man Film zu Tony Starks Werkstatt.

Mehr über die ungewöhnliche Gruppe und ihre Aufgaben erklären wir in unserem Artikel VisionQuest: Die AI Avengers mit JARVIS und FRIDAY.

Welche Aufgaben übernehmen die KIs in VisionQuest?

Die Systeme besitzen innerhalb von Visions Mindspace unterschiedliche Funktionen.

JARVIS ist dort unter anderem für Sicherheit zuständig. FRIDAY unterstützt Vision bei sozialen Fähigkeiten, während EDITH mit Freizeitgestaltung, spielerischen Erfahrungen und Waffensystemen verbunden ist.

Die KIs dienen damit nicht einfach als technische Helfer.

Sie verkörpern verschiedene Aspekte, mit denen sich Vision auseinandersetzen muss, um seine eigene Persönlichkeit besser zu verstehen.

Dabei stellt sich auch eine grundlegende Frage: Kann eine künstliche Intelligenz menschliche Erfahrungen tatsächlich verstehen, wenn sie diese selbst nie erlebt hat?

Gerade EDITH beschäftigt sich intensiv mit diesem Widerspruch.

Warum ist Ultron in VisionQuest noch am Leben?

Eine besondere Stellung innerhalb von Visions Mindspace nimmt Ultron ein.

Am Ende von Avengers: Age of Ultron schien Vision seinen letzten verbliebenen Roboterkörper endgültig zu zerstören.

VisionQuest ergänzt diese Szene jedoch um eine entscheidende Information.

Vision vernichtete demnach zwar Ultrons körperliche Form, bewahrte aber eine digitale Version seiner Persönlichkeit innerhalb des eigenen Systems auf.

Dadurch konnte Ultron über Jahre hinweg weiterexistieren.

Showrunner Terry Matalas erklärte, dass Vision seinen früheren Gegner bewusst verschonte.

Ausführlich haben wir diese Enthüllung bereits in VisionQuest: Warum Vision Ultron damals nicht vollständig zerstörte behandelt.

Warum sieht Ultron plötzlich menschlich aus?

In VisionQuest erscheint Ultron nicht ausschließlich als Roboter.

James Spader verkörpert den Bösewicht auch in menschlicher Gestalt.

Das hängt mit dem Mindspace zusammen, in dem die künstlichen Intelligenzen als Personen auftreten können.

Terry Matalas wollte außerdem, dass Spader und Paul Bettany unmittelbar miteinander spielen können.

Die menschliche Darstellung ermöglicht es, Ultrons Persönlichkeit und seine Beziehung zu Vision stärker über Mimik und Körpersprache zu vermitteln.

Weitere Hintergründe dazu gibt es in unserem Beitrag VisionQuest: Darum erscheint Ultron als Mensch.

Was unterscheidet Marvels KIs voneinander?

JARVIS, FRIDAY, Ultron und EDITH zeigen vier unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz.

JARVIS verkörpert den persönlichen Assistenten, der Tony Stark über viele Jahre begleitet und schließlich zu einem Bestandteil von Vision wird.

FRIDAY übernimmt diese Aufgaben und unterstützt Iron Man bis zu dessen letztem Einsatz.

Ultron steht dagegen für eine künstliche Intelligenz, die sich von den Absichten ihrer Schöpfer löst und eigenständig gefährliche Ziele verfolgt.

EDITH verdeutlicht, wie mächtig ein KI-gesteuertes System durch den Zugriff auf Überwachungstechnologie und Waffen werden kann.

Vision geht noch einen Schritt weiter. Er besitzt nicht nur die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten und Entscheidungen zu treffen, sondern entwickelt ein eigenes Verständnis von Verantwortung und Mitgefühl.

Mit VisionQuest führt Marvel diese unterschiedlichen Vorstellungen künstlicher Intelligenz zusammen und untersucht, was sie über Visions eigene Existenz aussagen.

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