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Carrie: Diese Kräfte hat Carrie White

Carrie White ist vor allem für ihre Telekinese bekannt. In Mike Flanagans neuer Carrie-Serie auf Prime Video gehen ihre Fähigkeiten allerdings deutlich weiter als das bloße Bewegen von Gegenständen. Die…

Von filmbuddydrake 5 Min. Lesezeit
Carrie Kräfte

Carrie White ist vor allem für ihre Telekinese bekannt. In Mike Flanagans neuer Carrie-Serie auf Prime Video gehen ihre Fähigkeiten allerdings deutlich weiter als das bloße Bewegen von Gegenständen.

Die achtteilige Serie zeigt ausführlicher, wie Carrie ihre Kräfte entdeckt, trainiert und zunehmend kontrollieren kann. Gleichzeitig erweitert Flanagan die übernatürliche Seite der Geschichte deutlich gegenüber früheren Verfilmungen.

Achtung: Im Folgenden gibt es deutliche Spoiler zu Carrie Staffel 1.

Welche Kräfte hat Carrie White?

Carries wichtigste Fähigkeit bleibt die Telekinese. Sie kann Gegenstände und Menschen allein mit ihrem Geist bewegen, ohne sie berühren zu müssen.

Dabei zeigt die Serie unterschiedliche Ausprägungen ihrer Kräfte. Carrie kann unter anderem Objekte durch Räume schleudern, Menschen beeinflussen und schwere Gegenstände kontrollieren.

Einige Szenen gehen noch weiter. Die Serie zeigt übernatürliche Ereignisse rund um Steine, Elektrizität und mentale Einflüsse, wodurch Carries Fähigkeiten eher wie ein größeres Paket psionischer Kräfte wirken.

Dazu gehören:

  • Telekinese: Gegenstände und Menschen mit dem Geist bewegen
  • Levitation: Personen oder Objekte schweben lassen
  • Mentale Fähigkeiten: Wahrnehmung und Gedanken anderer Menschen beeinflussen
  • Einfluss auf Elektrizität: Elektrische Geräte und Systeme reagieren auf ihre Kräfte
  • Manipulation ihrer Umgebung: Dazu gehören unter anderem die aus Stephen Kings Vorlage bekannten herabfallenden Steine

Die Serie verwendet dafür nicht immer konkrete Namen. Entscheidend ist vielmehr, dass Carries Fähigkeiten nicht auf eine einzelne Form der Telekinese begrenzt werden.

Summer H. Howell wollte Carries Kräfte anders darstellen

Summer H. Howell spielt Carrie White in der neuen Serie und entwickelte gemeinsam mit Mike Flanagan eine eigene Körpersprache für ihre Kräfte.

Carrie benötigt grundsätzlich keine Handbewegungen, um ihre Fähigkeiten einzusetzen. Ihre Kräfte funktionieren über ihren Geist.

Howell verwendet ihre Hände trotzdem bewusst. Dadurch bekommt Carries Einsatz der Kräfte eine erkennbare visuelle Sprache. Ihre Bewegungen wirken teilweise kontrolliert und fast elegant, besonders wenn Carrie später besser versteht, wozu sie fähig ist.

Genau diese Entwicklung ist ein wichtiger Teil der Serie.

Zu Beginn fürchtet Carrie ihre Fähigkeiten. Anschließend beginnt sie, diese zu testen und zu trainieren. Mit zunehmender Kontrolle entsteht allerdings ein Konflikt: Carrie genießt die Macht teilweise, erkennt gleichzeitig aber auch, was sie damit anderen Menschen antun kann.

Damit werden ihre Kräfte nicht einfach als Superkraft behandelt. Sie sind eng mit ihrer emotionalen Entwicklung, ihrer Wut und ihrem Schuldgefühl verbunden.

Viele Effekte entstanden tatsächlich am Set

Bei Carries Kräften wurde nicht ausschließlich auf digitale Effekte gesetzt.

Die Produktion versuchte laut Howell, möglichst viele Situationen praktisch umzusetzen. Dadurch musste die Schauspielerin ihre Bewegungen teilweise exakt mit Effekten am Set abstimmen.

Wenn Carrie beispielsweise eine Bewegung ausführte, mussten Crewmitglieder gleichzeitig Sprinkler abschalten oder Flaschen zum richtigen Zeitpunkt zum Platzen bringen.

Die übernatürlichen Fähigkeiten wurden dadurch bereits während der Dreharbeiten sichtbar und nicht erst nachträglich vollständig am Computer erzeugt.

Carries Kräfte unterscheiden sich von früheren Versionen

Telekinese gehört bereits seit Stephen Kings Roman aus dem Jahr 1974 zu Carrie White.

Auch das ungewöhnliche Ereignis mit herabfallenden Steinen stammt grundsätzlich aus der Vorlage. Als kleines Kind löst Carrie dort nach einem Konflikt mit ihrer Mutter einen regelrechten Steinregen über dem Haus aus.

Nicht jede Verfilmung hat diesen Teil übernommen.

Die Kinoversion von 1976 mit Sissy Spacek konzentrierte sich stärker auf Carries klassische Telekinese. Auch spätere Verfilmungen interpretierten die Kräfte teilweise unterschiedlich.

Mike Flanagans Serie nutzt die längere Laufzeit, um ihre Entwicklung wesentlich ausführlicher zu zeigen. Carrie experimentiert mit ihren Fähigkeiten, lernt deren Grenzen kennen und erhält erstmals deutlich mehr Unterstützung beim Umgang damit.

Dabei spielt besonders Emaline eine wichtige Rolle.

Emaline verändert Carries Umgang mit ihren Kräften

Emaline, gespielt von Thalia Dudek, gehört zu den größten Neuerungen der Serie.

Sie hilft Carrie dabei, ihre Fähigkeiten zu verstehen und stärker zu kontrollieren. Damit besitzt diese Version der Figur etwas, das früheren Carries weitgehend fehlte: jemanden, der ihre übernatürlichen Erfahrungen nachvollziehen kann.

Im Laufe der Staffel wird außerdem deutlich, dass Carrie nicht die einzige Person mit besonderen Fähigkeiten ist.

Emaline selbst besitzt ebenfalls außergewöhnliche Kräfte. Die Serie verbindet diese unter anderem mit einer Form von astraler Projektion.

Damit verändert Flanagan einen entscheidenden Punkt der Geschichte. Carries Fähigkeiten sind kein vollkommen isoliertes Phänomen mehr.

Auch Margaret White besitzt Kräfte

Eine der größten Enthüllungen kommt im Finale.

Carries Mutter Margaret, gespielt von Samantha Sloyan, besitzt ebenfalls übernatürliche Fähigkeiten.

Margaret hat diese Seite von sich jedoch über viele Jahre unterdrückt. Dadurch wird angedeutet, dass Carries Kräfte innerhalb ihrer Familie weitergegeben werden können und nicht zufällig bei ihr entstanden sind.

Schon Stephen Kings Roman beschäftigte sich mit der Idee, dass telekinetische Fähigkeiten vererbbar sein könnten. Die Serie macht diesen Aspekt wesentlich konkreter.

Dadurch bekommt auch Margarets Verhältnis zu ihrer Tochter eine zusätzliche Ebene. Ihre Angst vor Carries Fähigkeiten hängt nicht nur mit ihrer religiösen und kontrollierenden Persönlichkeit zusammen. Sie kennt diese übernatürliche Seite teilweise aus eigener Erfahrung.

Carrie wird mit dem größeren Stephen-King-Universum verbunden

Mike Flanagan geht mit der neuen Serie noch einen Schritt weiter.

Die Kräfte von Carrie und anderen Figuren werden stärker mit dem sogenannten „Shine“ verbunden, einem übernatürlichen Konzept, das in mehreren Geschichten von Stephen King auftaucht.

Am bekanntesten ist diese Fähigkeit aus Shining und Doctor Sleep.

Dabei muss sich der Shine nicht bei jeder Person gleich äußern. Manche Figuren besitzen telepathische Fähigkeiten, andere können Gedanken oder Erinnerungen wahrnehmen. Bei Carrie zeigt sich ihre besondere Begabung vor allem durch ihre extrem starke Telekinese.

Flanagan hat inzwischen bestätigt, dass er Carrie als Teil eines größeren Stephen-King-Kosmos betrachtet. Besonders Verbindungen zu Der Dunkle Turm spielen bei dieser Idee eine Rolle.

Die neue Serie nutzt Carries Kräfte damit nicht mehr nur für ihre persönliche Geschichte. Sie deutet an, dass zahlreiche Menschen mit ähnlichen oder völlig anderen psionischen Fähigkeiten existieren könnten.

Staffel 1 lässt viele Fragen zu Carries Kräften offen

Das Finale beantwortet zwar einiges über Carrie, Margaret und Emaline, öffnet gleichzeitig aber eine wesentlich größere Geschichte.

Weitere Personen mit übernatürlichen Fähigkeiten treten auf und Carrie scheint Teil von etwas zu sein, dessen Ausmaß sie selbst noch nicht versteht.

Auch Emalines genaue Rolle bleibt bewusst rätselhaft.

Damit könnte eine mögliche zweite Staffel wesentlich tiefer erklären, woher diese Fähigkeiten stammen und welche Verbindung die verschiedenen Begabten untereinander haben.

Eine zweite Staffel von Carrie ist aktuell jedoch noch nicht offiziell bestätigt.

Die erste Staffel umfasst acht Folgen und ist seit dem 7. Oktober 2026 vollständig bei Prime Video in Deutschland verfügbar.

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