Patrick Stewart gehörte zu den bekanntesten britischen Schauspielern seiner Generation. Besonders als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek“ und Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen schrieb er Film- und Fernsehgeschichte. Allerdings umfasste seine Karriere weit mehr als diese beiden berühmten Rollen.
Bereits vor seinem internationalen Durchbruch war Stewart als Theater- und Fernsehschauspieler tätig. Anschließend folgten zahlreiche Hollywood-Produktionen, während er gleichzeitig auch als Synchronsprecher große Erfolge feierte. Dadurch entstand im Laufe von mehr als sechs Jahrzehnten eine außergewöhnlich vielseitige Filmografie.
Der Schauspieler starb am 28. Oktober 2026 im Alter von 86 Jahren. Dennoch wird er noch einmal auf der Kinoleinwand zu sehen sein. Denn mit „Avengers: Doomsday“ erscheint im Dezember 2026 sein letzter Filmauftritt. Darin kehrt er erneut als Professor Charles Xavier zurück.
Die folgende Filmografie bietet deshalb eine umfangreiche Übersicht seiner Filme und Serien. Darüber hinaus berücksichtigt sie bekannte Fernsehfilme, Gastauftritte, Dokumentationen und Sprecherrollen.
Die bekanntesten Filme und Serien von Patrick Stewart
Seinen internationalen Durchbruch feierte Patrick Stewart 1987 mit „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“. In insgesamt sieben Staffeln verkörperte er Captain Jean-Luc Picard. Dadurch wurde er zu einem der bekanntesten Gesichter des gesamten „Star Trek“-Universums.
Ab dem Jahr 2000 übernahm er außerdem eine weitere ikonische Rolle. Als Professor Charles Xavier wurde Stewart nämlich zu einem festen Bestandteil der „X-Men“-Filmreihe. Anschließend verkörperte er die Figur über zwei Jahrzehnte hinweg in mehreren Superheldenfilmen.
Zu seinen bekanntesten Produktionen gehören:
- Star Trek: The Next Generation (1987–1994): Als Captain Jean-Luc Picard führte Stewart die USS Enterprise-D durch zahlreiche Abenteuer.
- Dune – Der Wüstenplanet (1984): Bereits vor seinem Star-Trek-Durchbruch spielte er den erfahrenen Kämpfer Gurney Halleck.
- X-Men (2000): Als Professor Charles Xavier wurde er Teil einer erfolgreichen Superhelden-Filmreihe.
- Star Trek: Der erste Kontakt (1996): In diesem Kinofilm musste sich Captain Picard erneut den gefährlichen Borg stellen.
- Logan – The Wolverine (2017): Stewart zeigte eine gealterte und gesundheitlich angeschlagene Version von Professor X.
- Green Room (2015): Im Horror-Thriller übernahm er dagegen die Rolle des skrupellosen Darcy Banker.
- Star Trek: Picard (2020–2023): Nach vielen Jahren kehrte er schließlich als Hauptdarsteller in das Star-Trek-Universum zurück.
- Doctor Strange in the Multiverse of Madness (2022): Hier verkörperte Stewart eine alternative Version von Charles Xavier.
Darüber hinaus bewies Stewart regelmäßig sein komödiantisches Talent. Beispielsweise sprach er Figuren in „Die Simpsons“, „American Dad!“ und „Family Guy“. Somit beschränkte sich seine Karriere keineswegs auf ernste Dramen und Science-Fiction-Produktionen.
Alle Filme mit Patrick Stewart von 1975 bis 2026
Schon lange vor seinem Durchbruch mit „Star Trek“ sammelte Patrick Stewart Erfahrungen vor der Kamera. Zunächst war er vor allem in kleineren Produktionen und historischen Dramen zu sehen. Mit der Zeit erhielt er jedoch zunehmend größere Rollen.
Besonders seine Auftritte in „Excalibur“ und „Dune – Der Wüstenplanet“ machten ihn schließlich einem breiteren Kinopublikum bekannt. Später folgten außerdem zahlreiche Hollywood-Produktionen und Animationsfilme.
Die folgenden Tabellen zeigen seine dokumentierten Filmrollen in chronologischer Reihenfolge. Dabei werden sowohl Auftritte vor der Kamera als auch wichtige Sprecherrollen berücksichtigt.
Patrick Stewarts Filme von 1975 bis 1989
In den ersten Jahren seiner Filmkarriere spielte Stewart überwiegend Nebenrollen. Allerdings sammelte er dadurch wertvolle Erfahrungen in unterschiedlichen Genres. Während er zunächst in Dramen auftrat, folgten später auch Fantasy- und Science-Fiction-Produktionen.
| Jahr | Film | Rolle |
|---|---|---|
| 1975 | Hedda | Ejlert Løvborg |
| 1975 | Ein Mann namens Hennessy | Tilney |
| 1981 | Excalibur | König Leondegrance |
| 1982 | Die Hunde sind los | Major (Stimme) |
| 1984 | Dune – Der Wüstenplanet | Gurney Halleck |
| 1985 | Codename: Emerald | Colonel Peters |
| 1985 | The Doctor and the Devils | Professor Macklin |
| 1985 | Lifeforce – Die tödliche Bedrohung | Dr. Armstrong |
| 1985 | Wildgänse 2 | Russischer General |
| 1986 | Lady Jane – Königin für neun Tage | Henry Grey |
Besonders bemerkenswert ist Stewarts Auftritt in „Dune – Der Wüstenplanet“ aus dem Jahr 1984. Darin spielte er Gurney Halleck, einen erfahrenen Krieger und engen Vertrauten des Hauses Atreides.
Obwohl der Film zunächst gemischte Kritiken erhielt, entwickelte er sich später zu einem bekannten Science-Fiction-Klassiker. Gleichzeitig zählt die Produktion heute zu Stewarts bekanntesten frühen Kinoauftritten.
Patrick Stewarts Filme von 1990 bis 1999
In den 1990er-Jahren wurde Patrick Stewart schließlich auch außerhalb des Fernsehens immer bekannter. Besonders wichtig war dabei der Wechsel von Captain Jean-Luc Picard auf die große Kinoleinwand.
Allerdings spielte er weiterhin in völlig unterschiedlichen Produktionen mit. So war er beispielsweise in Komödien, Thrillern und Animationsfilmen zu sehen beziehungsweise zu hören.
| Jahr | Film | Rolle |
|---|---|---|
| 1991 | L.A. Story | Mr. Perdue |
| 1993 | Robin Hood – Helden in Strumpfhosen | König Richard |
| 1994 | Gunmen | Loomis |
| 1994 | Der Pagemaster – Richies fantastische Reise | Abenteuer (Stimme) |
| 1994 | Star Trek: Treffen der Generationen | Jean-Luc Picard |
| 1995 | Jeffrey | Sterling |
| 1995 | Let It Be Me | John |
| 1996 | Star Trek: Der erste Kontakt | Jean-Luc Picard |
| 1997 | Fletcher’s Visionen | Dr. Jonas |
| 1997 | Masterminds – Das Duell | Rafe Bentley |
| 1998 | Dad Savage | Dad Savage |
| 1998 | Der Prinz von Ägypten | Pharao Seti (Stimme) |
| 1998 | Safe House | Mace Sowell |
| 1998 | Star Trek: Der Aufstand | Jean-Luc Picard |
Mit „Star Trek: Treffen der Generationen“ wechselte Stewart 1994 erstmals als Captain Picard vom Fernsehen ins Kino. Anschließend spielte er die berühmte Figur in drei weiteren Kinofilmen.
Darüber hinaus zeigte er auch in anderen Genres seine Vielseitigkeit. Während er in „Fletcher’s Visionen“ einen Gegenspieler verkörperte, sprach er in „Der Prinz von Ägypten“ den Pharao Seti.
Patrick Stewarts Filme von 2000 bis 2009
Mit dem Kinostart von „X-Men“ im Jahr 2000 begann für Patrick Stewart ein neues Kapitel seiner Karriere. Als Professor Charles Xavier wurde er schließlich auch einem jüngeren Publikum bekannt. Dadurch entwickelte sich die Rolle neben Captain Picard zu seinem zweiten großen Markenzeichen.
Gleichzeitig blieb Stewart jedoch auch als Synchronsprecher gefragt.
| Jahr | Film | Rolle |
|---|---|---|
| 2000 | X-Men | Professor Charles Xavier |
| 2001 | Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder | König Goobot (Stimme) |
| 2002 | Star Trek: Nemesis | Jean-Luc Picard |
| 2003 | X-Men 2 | Professor Charles Xavier |
| 2004 | Boo, Zino & die Snurks | Albert Drollinger (englische Stimme) |
| 2005 | Himmel und Huhn | Mr. Woolensworth (Stimme) |
| 2005 | Das Spiel ihres Lebens | Dent McSkimming |
| 2005 | Nausicaä aus dem Tal der Winde | Lord Yupa (englische Neusynchronisation) |
| 2005 | Steamboy | Lloyd Steam (englische Stimme) |
| 2006 | Bambi 2 – Der Herr der Wälder | Der große Prinz (Stimme) |
| 2006 | X-Men: Der letzte Widerstand | Professor Charles Xavier |
| 2007 | TMNT – Teenage Mutant Ninja Turtles | Maximilian Winters (Stimme) |
| 2009 | X-Men Origins: Wolverine | Professor Charles Xavier (Cameo) |
Besonders die ersten drei „X-Men“-Filme machten Stewart zu einem festen Bestandteil des Superheldengenres. Allerdings blieb er gleichzeitig auch dem „Star Trek“-Universum verbunden.
Denn 2002 kehrte er mit „Star Trek: Nemesis“ noch einmal als Captain Picard ins Kino zurück. Anschließend konzentrierte er sich zunächst verstärkt auf andere Film- und Fernsehprojekte.
Patrick Stewarts Filme von 2010 bis 2016
Auch in den folgenden Jahren spielte Stewart weiterhin in unterschiedlichen Genres mit. Dabei kombinierte er große Hollywood-Produktionen mit kleineren Independent-Filmen.
Besonders interessant war außerdem seine Rückkehr als Professor Charles Xavier. Schließlich wurde die Figur inzwischen auch von James McAvoy in einer jüngeren Version verkörpert.
| Jahr | Film | Rolle |
|---|---|---|
| 2011 | Gnomeo und Julia | William Shakespeare (Stimme) |
| 2012 | Ice Age 4 – Voll verschoben | Ariscratle (Stimme) |
| 2012 | Ted | Erzähler |
| 2013 | Die unüblichen Verdächtigen | Lord Michael Simpson |
| 2013 | Wolverine: Weg des Kriegers | Professor Charles Xavier (Cameo) |
| 2014 | Die Legende von Oz – Dorothys Rückkehr | Tugg (Stimme) |
| 2014 | Das Geheimnis des Balletttänzers | Tobi Powell |
| 2014 | X-Men: Zukunft ist Vergangenheit | Professor Charles Xavier |
| 2014 | Sindbads fünfte Reise | Erzähler |
| 2015 | New York Christmas – Weihnachtswunder gibt es doch! | Harris |
| 2015 | Green Room | Darcy Banker |
| 2015 | Ted 2 | Erzähler |
| 2016 | Spark: A Space Tail | Captain (Stimme) |
Besonders bemerkenswert ist der Horror-Thriller „Green Room“ aus dem Jahr 2015. Anders als in seinen bekannten Heldenrollen verkörperte Stewart hier einen skrupellosen Anführer einer gewalttätigen Neonazi-Gruppe.
Dadurch zeigte er eine wesentlich bedrohlichere Seite seines schauspielerischen Könnens. Gleichzeitig bewies er, dass er auch abseits großer Franchise-Produktionen eindrucksvolle Rollen übernehmen konnte.
Patrick Stewarts Filme von 2017 bis 2026
Auch in seinen späteren Karrierejahren blieb Patrick Stewart regelmäßig vor der Kamera aktiv. Besonders seine Darstellung in „Logan – The Wolverine“ aus dem Jahr 2017 gilt dabei als einer der eindrucksvollsten Auftritte seiner Karriere.
Allerdings konzentrierte sich Stewart weiterhin nicht ausschließlich auf Superheldenfilme. Stattdessen spielte er auch in Dramen und Komödien mit.
| Jahr | Film | Rolle |
|---|---|---|
| 2017 | Logan – The Wolverine | Professor Charles Xavier |
| 2017 | Dragonheart 4 – Die Kraft des Feuers | Drago (Stimme) |
| 2017 | Emoji – Der Film | Poop (Stimme) |
| 2017 | The Wilde Wedding | Harold |
| 2019 | Wenn du König wärst | Alter Merlin |
| 2019 | 3 Engel für Charlie | John Bosley |
| 2019 | The Last Note – Sinfonie des Lebens | Henry Cole |
| 2020 | Drachenreiter | Nesselbrand (englische Stimme) |
| 2022 | Doctor Strange in the Multiverse of Madness | Professor Charles Xavier |
| 2024 | Geheimnisse der Neandertaler | Erzähler |
| 2026 | Glennkill: Ein Schafskrimi | Sir Ritchfield (englische Stimme) |
| 2026 | Avengers: Doomsday | Professor Charles Xavier |
Die Jahreszahlen orientieren sich an den ursprünglichen Veröffentlichungen beziehungsweise den jeweiligen Sprachfassungen. Deshalb können deutsche Kinostarts davon abweichen. Außerdem ist „Avengers: Doomsday“ noch nicht erschienen.
In „Logan“ präsentierte Stewart eine deutlich veränderte Version von Professor Xavier. Während der Mutantenanführer früher durch seine Weisheit und außergewöhnlichen Kräfte beeindruckte, litt er nun unter schweren gesundheitlichen Problemen.
Dadurch erhielt die Figur eine wesentlich verletzlichere und tragischere Seite. Dennoch kehrte Stewart 2022 noch einmal in das Marvel-Universum zurück.
Alle Serien mit Patrick Stewart im Überblick
Neben seinen zahlreichen Kinofilmen spielte Patrick Stewart auch in unterschiedlichsten Fernsehserien mit. Tatsächlich begann seine Fernsehkarriere bereits in den 1960er-Jahren, lange bevor er durch „Star Trek“ weltberühmt wurde.
Zunächst übernahm Stewart vor allem kleinere Rollen in britischen Fernsehproduktionen. Anschließend folgten historische Dramen und Literaturverfilmungen.
Mit „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ gelang ihm 1987 schließlich der internationale Durchbruch. Darüber hinaus blieb er aber auch anderen Fernsehformaten treu.
Patrick Stewarts frühe Serien von 1967 bis 1986
Schon in den ersten Jahrzehnten seiner Karriere wirkte Stewart in mehreren bekannten britischen Fernsehproduktionen mit. Besonders häufig spielte er dabei historische Persönlichkeiten.
Außerdem sammelte er durch seine Rollen in Miniserien wichtige Erfahrungen für spätere Großproduktionen.
| Jahr | Serie | Rolle |
|---|---|---|
| 1967 | Coronation Street | Feuerwehrmann |
| 1969 | Civilisation | Horatio |
| 1974 | Sturz der Adler | Wladimir Lenin |
| 1975 | North and South | John Thornton |
| 1975 | Joby | Reg Weston |
| 1976 | Ich, Claudius, Kaiser und Gott | Sejanus |
| 1977 | Jackanory | Erzähler |
| 1979 | Dame, König, As, Spion | Karla |
| 1982 | Smileys Leute – Agent in eigener Sache | Karla |
Besonders „Ich, Claudius, Kaiser und Gott“ gehört zu seinen bekanntesten frühen Fernsehproduktionen. Darin verkörperte Stewart den römischen Politiker Sejanus.
Darüber hinaus war er in den beiden Spionage-Miniserien „Dame, König, As, Spion“ und „Smileys Leute“ zu sehen. Beide Produktionen basieren auf Romanen von John le Carré.
Patrick Stewarts Serien von 1987 bis 2005
Mit „Star Trek: The Next Generation“ veränderte sich Stewarts Karriere grundlegend. Denn erstmals übernahm er eine Hauptrolle, die ihn über mehrere Jahre hinweg einem internationalen Publikum bekannt machte.
Allerdings blieb er auch nach dem Ende der Serie weiterhin im Fernsehen aktiv.
| Jahr | Serie | Rolle |
|---|---|---|
| 1987–1994 | Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert | Jean-Luc Picard |
| 1988 | Reading Rainbow | Als er selbst |
| 1993 | Star Trek: Deep Space Nine | Jean-Luc Picard |
| 1994 | Saturday Night Live | Moderator |
| 1995, 2013 | Die Simpsons | Verschiedene Sprecherrollen |
| 2003 | Frasier | Alistair Burke |
| 2005 | Extras | Als er selbst |
| Ab 2005 | Family Guy | Verschiedene Sprecherrollen |
| Ab 2005 | American Dad! | Avery Bullock (Stimme) |
Besonders die Comedyserie „Extras“ zeigte eine andere Seite des Schauspielers. Darin spielte Stewart eine humorvoll überzeichnete Version seiner selbst.
Außerdem übernahm er Gastrollen in „Frasier“ und „Die Simpsons“. Somit blieb er auch außerhalb seiner bekannten Science-Fiction-Rollen einem breiten Publikum präsent.
Patrick Stewarts Serien von 2006 bis 2026
In seinen späteren Fernsehjahren arbeitete Stewart weiterhin in unterschiedlichen Genres. Während er beispielsweise in „Eleventh Hour“ einen Wissenschaftler verkörperte, übernahm er in „Blunt Talk“ die Rolle eines exzentrischen Fernsehmoderators.
Anschließend kehrte er mit „Star Trek: Picard“ zu seiner bekanntesten Serienfigur zurück.
| Jahr | Serie | Rolle |
|---|---|---|
| 2006 | Eleventh Hour | Professor Ian Hood |
| 2012 | Futurama | Huntmaster (Stimme) |
| 2012 | The Hollow Crown | John of Gaunt |
| 2012–2014 | Robot Chicken | Verschiedene Sprecherrollen |
| 2014 | Unser Kosmos: Die Reise geht weiter | William Herschel (Stimme) |
| 2015–2016 | Blunt Talk | Walter Blunt |
| 2015 | Oscar’s Hotel for Fantastical Creatures | Albert (Stimme) |
| 2016 | Unbreakable Kimmy Schmidt | Als er selbst |
| 2019 | Revolutionär! – Ideen, die die Welt veränderten | Erzähler |
| 2020 | Cosmos: Possible Worlds | William Herschel (Stimme) |
| 2020–2023 | Star Trek: Picard | Jean-Luc Picard |
| 2026 | Bait | Pig Head (Stimme) |
Besonders „Blunt Talk“ bot Stewart eine ungewöhnliche Hauptrolle. Denn als Walter Blunt spielte er einen britischen Fernsehmoderator, dessen Privatleben regelmäßig für Probleme sorgte.
Darüber hinaus wurde „Star Trek: Picard“ zu einem der wichtigsten Projekte seiner späten Karriere. Schließlich erhielt seine berühmteste Figur dadurch eine eigene Fortsetzung.
Star Trek: Picard brachte die ursprüngliche Besetzung zurück
Mit „Star Trek: Picard“ kehrte Patrick Stewart 2020 nach vielen Jahren in das bekannte Science-Fiction-Universum zurück. Allerdings erzählte die Serie zunächst eine andere Geschichte als „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“.
Denn Jean-Luc Picard befand sich inzwischen im Ruhestand und hatte die Sternenflotte verlassen. Dennoch wurde er erneut in gefährliche Ereignisse verwickelt.
Besonders die dritte Staffel wurde schließlich zu einem Wiedersehen mit der ursprünglichen Besetzung. Neben Stewart kehrten unter anderem Jonathan Frakes, Brent Spiner, Gates McFadden, LeVar Burton, Michael Dorn und Marina Sirtis zurück.
Dadurch erhielt die Serie einen starken Bezug zu ihren Ursprüngen. Gleichzeitig wurde die Geschichte von Captain Picard nach insgesamt drei Staffeln abgeschlossen.
Wie humorvoll die Schauspieler später auf ihre Zusammenarbeit zurückblickten, zeigte sich außerdem in einem Podcast. Dort machten sich mehrere Beteiligte über eine ungewöhnliche Szene aus Staffel 2 lustig.
Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel über die Stars von Star Trek: Picard und ihre Reaktionen auf eine Szene aus Staffel 2.
Patrick Stewart in American Dad und Family Guy
Obwohl Patrick Stewart vor allem für ernste und autoritäre Figuren bekannt war, bewies er regelmäßig sein komödiantisches Talent. Besonders deutlich wurde dies durch seine Sprecherrollen in amerikanischen Animationsserien.
In „American Dad!“ übernahm Stewart beispielsweise die Stimme von Avery Bullock, dem exzentrischen Direktor der CIA. Allerdings unterscheidet sich diese Figur erheblich von seinen bekannten Rollen als Captain Picard oder Professor Xavier.
Während Picard meist besonnen und diplomatisch handelt, fällt Bullock regelmäßig durch absurde Entscheidungen auf. Gerade dieser Gegensatz macht Stewarts Auftritte besonders unterhaltsam.
Darüber hinaus war er auch in „Family Guy“ mehrfach zu hören. Dort sprach er unter anderem die innere Stimme von Susie Swanson. Zusätzlich übernahm er weitere kleinere Sprecherrollen.
In „Die Simpsons“ verkörperte er außerdem Nummer Eins, den Anführer einer geheimen Organisation. Somit zeigte Stewart auch außerhalb seiner großen Filmrollen, dass er problemlos zwischen ernsthaften und humorvollen Charakteren wechseln konnte.
Gerade seine markante Stimme wurde dadurch zu einem wichtigen Bestandteil seiner Karriere. Schließlich konnte Stewart damit sowohl dramatische als auch komödiantische Figuren überzeugend darstellen.
Patrick Stewart in Fernsehfilmen und Literaturverfilmungen
Neben klassischen Fernsehserien wirkte Patrick Stewart außerdem in zahlreichen eigenständigen Fernsehfilmen mit. Besonders häufig spielte er dabei historische Persönlichkeiten oder Figuren aus bekannten literarischen Werken.
Das lag unter anderem an seiner langjährigen Theatererfahrung. Schließlich gehörte Stewart der renommierten Royal Shakespeare Company an und hatte bereits zahlreiche klassische Rollen auf der Bühne verkörpert.
Deshalb war er auch für aufwendige Literaturverfilmungen besonders gefragt.
Fernsehfilme von Patrick Stewart von 1974 bis 1993
Bereits in den 1970er-Jahren spielte Stewart in verschiedenen Literatur- und Geschichtsverfilmungen mit. Dabei konnte er vor allem seine klassische Schauspielausbildung einbringen.
| Jahr | Produktion | Rolle |
|---|---|---|
| 1974 | Antonius und Cleopatra | Enobarbus |
| 1974 | The Gathering Storm | Clement Attlee |
| 1980 | Hamlet, Prince of Denmark | Claudius |
| 1980 | Der kleine Lord | Wilkins |
| 1984 | Johannes Paul II. – Sein Weg nach Rom | Władysław Gomułka |
| 1993 | Death Train | Malcolm Philpott |
Besonders seine Darstellung in „Hamlet“ zeigt die enge Verbindung zwischen seiner Theater- und Fernsehkarriere. Denn Stewart hatte bereits auf der Bühne umfangreiche Erfahrungen mit Werken von William Shakespeare gesammelt.
Darüber hinaus spielte er in „Der kleine Lord“ den Diener Wilkins. Somit war er bereits lange vor seinem Hollywood-Durchbruch auch in bekannten Familienproduktionen zu sehen.
Fernsehfilme von Patrick Stewart von 1996 bis 2010
Auch nach seinem internationalen Durchbruch blieb Stewart klassischen Literaturverfilmungen treu. Besonders häufig übernahm er dabei anspruchsvolle Hauptrollen.
Während er beispielsweise in „Moby Dick“ einen besessenen Kapitän spielte, verkörperte er in „A Christmas Carol“ einen verbitterten Geschäftsmann.
| Jahr | Produktion | Rolle |
|---|---|---|
| 1996 | Das Gespenst von Canterville | Sir Simon de Canterville |
| 1998 | Moby Dick | Kapitän Ahab |
| 1999 | A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten | Ebenezer Scrooge |
| 1999 | Animal Farm – Farm der Tiere | Napoleon (Stimme) |
| 2002 | King of Texas | John Lear |
| 2003 | The Lion in Winter | König Heinrich II. |
| 2004 | The Last Dragon | Erzähler |
| 2005 | The Snow Queen | Rabe (Stimme) |
| 2005 | Mysterious Island | Kapitän Nemo |
| 2009 | Hamlet | Claudius und Geist von Hamlets Vater |
| 2010 | Macbeth | Macbeth |
Besonders „A Christmas Carol“ aus dem Jahr 1999 gehört zu Stewarts bekanntesten Literaturverfilmungen. Darin verkörperte er Ebenezer Scrooge, der durch mehrere Geister mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird.
Schon zuvor hatte Stewart diese Figur auf der Theaterbühne gespielt. Deshalb brachte er bereits umfangreiche Erfahrungen mit der berühmten Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens mit.
Von Shakespeare bis Moby Dick: Stewarts klassische Rollen
Patrick Stewart war während seiner gesamten Karriere eng mit der klassischen Literatur verbunden. Deshalb übernahm er regelmäßig Rollen in Verfilmungen bekannter Theaterstücke und Romane.
In „Moby Dick“ spielte er beispielsweise Kapitän Ahab, der besessen davon ist, einen weißen Wal zu töten. Dagegen verkörperte er in „A Christmas Carol“ einen alten Geschäftsmann, der sein bisheriges Leben überdenken muss.
Darüber hinaus spielte Stewart mehrfach in Shakespeare-Verfilmungen mit. Besonders seine Auftritte in „Hamlet“ und „Macbeth“ zeigen dabei seine große Erfahrung als klassischer Schauspieler.
Gleichzeitig konnte er die Figuren auf sehr unterschiedliche Weise interpretieren. Während Macbeth zunehmend von Machtgier und Schuldgefühlen beherrscht wird, steht bei Claudius vor allem der politische und familiäre Konflikt im Mittelpunkt.
Somit blieb die klassische Literatur während seiner gesamten Karriere ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Auch seine späteren Hollywood-Erfolge änderten daran nichts.
Dokumentationen mit Patrick Stewart
Patrick Stewart war nicht nur als Schauspieler erfolgreich, sondern auch als Erzähler zahlreicher Dokumentationen tätig. Besonders seine markante Stimme machte ihn für diese Produktionen interessant.
Dabei beschäftigte er sich mit ganz unterschiedlichen Themen. Während einige Dokumentationen historische Ereignisse behandelten, widmeten sich andere beispielsweise der Natur, der Wissenschaft oder der Filmgeschichte.
| Jahr | Dokumentation | Mitwirkung |
|---|---|---|
| 1992 | Changing Our Minds: The Story of Dr. Evelyn Hooker | Erzähler |
| 1995 | 500 Nations | Erzähler |
| 2007 | Unsere Erde | Erzähler einer englischen Fassung |
| 2011 | Im Reich der Raubkatzen | Erzähler einer englischen Fassung |
| 2011 | The Captains | Als er selbst |
| 2014 | Chaos on the Bridge | Als er selbst |
| 2014 | Journey to Le Mans | Erzähler |
| 2015 | Journey to Space | Erzähler |
| 2018 | Postcards from the 48% | Als er selbst |
| 2018 | Death Zone: Cleaning Mount Everest | Erzähler |
| 2024 | Geheimnisse der Neandertaler | Erzähler |
Besonders interessant ist die Dokumentation „The Captains“. Darin beschäftigt sich William Shatner mit verschiedenen Schauspielern, die innerhalb des Star-Trek-Universums einen Raumschiff-Captain verkörpert haben.
Patrick Stewart kommt deshalb ebenfalls zu Wort und berichtet über seine Erfahrungen als Jean-Luc Picard.
Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass die deutschen Fassungen der Dokumentationen teilweise andere Sprecher verwenden. Deshalb ist Stewart nicht zwangsläufig auch in der deutschen Synchronisation zu hören.
Welche Star-Trek-Filme gibt es mit Patrick Stewart?
Patrick Stewart verkörperte Captain Jean-Luc Picard nicht nur im Fernsehen, sondern auch in insgesamt vier Kinofilmen. Nachdem „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ 1994 beendet worden war, setzte er seine Geschichte nämlich auf der großen Leinwand fort.
Die vier Kinofilme mit Patrick Stewart als Captain Picard erschienen in folgender Reihenfolge:
- Star Trek: Treffen der Generationen (1994): Captain Picard begegnet James T. Kirk. Gemeinsam müssen sie einen gefährlichen Gegner aufhalten.
- Star Trek: Der erste Kontakt (1996): Die Enterprise-Besatzung reist in die Vergangenheit, während die Borg versuchen, die Geschichte der Menschheit zu verändern.
- Star Trek: Der Aufstand (1998): Picard widersetzt sich einer Entscheidung der Sternenflotte und setzt sich für die Bewohner eines fremden Planeten ein.
- Star Trek: Nemesis (2002): Die Enterprise trifft auf Shinzon, einen Gegner, der eine besonders persönliche Verbindung zu Picard besitzt.
Besonders „Star Trek: Der erste Kontakt“ gehört zu den bekanntesten Filmen dieser Reihe. Schließlich stehen darin die Borg im Mittelpunkt, mit denen Picard bereits während der Fernsehserie traumatische Erfahrungen gemacht hatte.
Darüber hinaus beschäftigt sich der Film mit einem bedeutenden Ereignis der Star-Trek-Geschichte: dem ersten Kontakt zwischen Menschen und Vulkaniern.
Mit „Star Trek: Nemesis“ endeten 2002 zunächst die Kinoabenteuer der ursprünglichen „The Next Generation“-Besetzung. Allerdings bedeutete das noch nicht das endgültige Ende von Jean-Luc Picard.
Denn 2020 kehrte Stewart mit „Star Trek: Picard“ erneut in seine berühmte Rolle zurück. Die Serie erhielt insgesamt drei Staffeln und endete schließlich 2023.
In welchen X-Men-Filmen spielte Patrick Stewart mit?
Neben Captain Picard war Professor Charles Xavier zweifellos die wichtigste Rolle in Patrick Stewarts Karriere. Erstmals spielte er den mächtigen Telepathen im Jahr 2000 im Film „X-Men“.
Anschließend kehrte er mehrfach in das Superhelden-Universum zurück. Dabei übernahm Stewart sowohl größere Rollen als auch kürzere Gastauftritte.
Seine Auftritte als Professor X in chronologischer Veröffentlichungsreihenfolge:
- X-Men (2000)
- X-Men 2 (2003)
- X-Men: Der letzte Widerstand (2006)
- X-Men Origins: Wolverine (2009), Cameo
- Wolverine: Weg des Kriegers (2013), Cameo
- X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014)
- Logan – The Wolverine (2017)
- Doctor Strange in the Multiverse of Madness (2022)
- Avengers: Doomsday (2026), noch nicht veröffentlicht
In den ursprünglichen „X-Men“-Filmen leitete Charles Xavier eine Schule für junge Mutanten. Gleichzeitig setzte er sich dafür ein, dass Menschen und Mutanten friedlich zusammenleben können.
Allerdings musste er sich regelmäßig gegen Magneto behaupten. Dieser vertrat eine wesentlich radikalere Haltung gegenüber der Menschheit und wurde von Ian McKellen verkörpert.
Besonders interessant ist dabei, dass Stewart und McKellen auch außerhalb der Filmreihe eng miteinander befreundet waren. Beide Schauspieler verband außerdem ihre langjährige Leidenschaft für das Theater.
Logan und Doctor Strange: Professor X verändert sich
Mit „Logan – The Wolverine“ erhielt Professor Xavier 2017 eine besonders tragische Geschichte. Denn der einst mächtige Mutant war inzwischen stark gealtert und litt unter gesundheitlichen Problemen.
Dadurch veränderte sich auch seine Beziehung zu Wolverine. Während Charles Xavier früher selbst als Mentor aufgetreten war, war er nun zunehmend auf die Unterstützung seines ehemaligen Schülers angewiesen.
Nach „Logan“ schien Stewarts Zeit als Professor X zunächst beendet. Dennoch kehrte er 2022 überraschend in „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ zurück.
Allerdings spielte er dort nicht dieselbe Version von Charles Xavier wie in den ursprünglichen „X-Men“-Filmen. Stattdessen verkörperte er eine alternative Variante, die Mitglied der sogenannten Illuminati war.
Damit wurde Stewart schließlich auch Teil des Marvel Cinematic Universe. Gleichzeitig eröffnete dieser Auftritt neue Möglichkeiten für seine berühmte Figur.
Seine nächste Rückkehr als Professor Xavier erfolgt deshalb in „Avengers: Doomsday“. Dort wird er erneut gemeinsam mit weiteren bekannten X-Men-Darstellern zu sehen sein.
Avengers: Doomsday bringt Patrick Stewart ein letztes Mal zurück
Mit „Avengers: Doomsday“ wird Patrick Stewart ein letztes Mal auf der Kinoleinwand zu sehen sein. Denn Marvel Studios hat bestätigt, dass der Film seinen letzten Bildschirmauftritt enthalten wird.
Darin verkörpert er erneut Professor Charles Xavier. Darüber hinaus kehren weitere bekannte Schauspieler aus den früheren „X-Men“-Filmen zurück.
Beispielsweise wird Ian McKellen erneut Magneto spielen. Außerdem gehören unter anderem James Marsden, Alan Cumming, Rebecca Romijn und Kelsey Grammer zur Besetzung.
Gleichzeitig bringt der Film die Avengers und die Fantastic Four zusammen. Dadurch treffen erstmals zahlreiche Figuren aus verschiedenen Marvel-Filmwelten innerhalb eines gemeinsamen Blockbusters aufeinander.
Der deutsche Kinostart ist für den 16. Dezember 2026 vorgesehen. Allerdings wurde bislang nicht vollständig enthüllt, welche Rolle Professor Xavier innerhalb der Handlung spielen wird.
Weitere Informationen dazu findest du in unserem Beitrag über Doctor Doom und die Fantastic Four in Avengers: Doomsday.
Welcher Film war Patrick Stewarts letzter?
Patrick Stewarts letzter Filmauftritt ist „Avengers: Doomsday“. Darin übernimmt er erneut die Rolle von Professor Charles Xavier, die ihn seit dem Jahr 2000 begleitet.
Obwohl Stewart am 28. Oktober 2026 gestorben ist, wird der Marvel-Film erst im Dezember veröffentlicht. Deshalb handelt es sich um eine posthume Veröffentlichung.
Zuvor erschien mit „Glennkill: Ein Schafskrimi“ bereits im Mai 2026 einer seiner letzten Animationsfilme. Darin lieh Stewart dem erfahrenen Schafsbock Sir Ritchfield seine Stimme.
Darüber hinaus hinterlässt der britische Schauspieler eine außergewöhnlich vielseitige Filmografie. Schließlich spielte er nicht nur in großen Science-Fiction- und Superheldenproduktionen mit. Vielmehr überzeugte er ebenso in historischen Dramen, Komödien, Literaturverfilmungen und Animationsfilmen.
Besonders Captain Jean-Luc Picard und Professor Charles Xavier bleiben eng mit seinem Namen verbunden. Dennoch zeigen seine zahlreichen weiteren Rollen, wie vielseitig Patrick Stewart während seiner mehr als sechs Jahrzehnte langen Karriere war.