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Stephen King: Welche Filme und Serien gehören zusammen?

Carrie, Shining, Doctor Sleep, Es und Der Dunkle Turm haben mehr gemeinsam, als es zunächst scheint. Stephen King hat über Jahrzehnte ein vernetztes Universum geschaffen, in dem Figuren wiederkehren, Orte…

Von filmbuddydrake 7 Min. Lesezeit
Stephen King Universum

Carrie, Shining, Doctor Sleep, Es und Der Dunkle Turm haben mehr gemeinsam, als es zunächst scheint. Stephen King hat über Jahrzehnte ein vernetztes Universum geschaffen, in dem Figuren wiederkehren, Orte mehrfach auftauchen und übernatürliche Kräfte miteinander verbunden sind.

Besonders „Der Dunkle Turm“ spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Romanreihe erklärt, warum unterschiedliche Welten und Geschichten nebeneinander existieren können. Allerdings gilt nicht jede Verbindung aus den Büchern automatisch auch für ihre Verfilmungen.

Gibt es ein gemeinsames Stephen-King-Universum?

Ja. Viele Romane von Stephen King gehören zu einem größeren erzählerischen Kosmos, der häufig als Stephen-King-Multiversum bezeichnet wird.

Einige Geschichten spielen am selben Ort, andere teilen sich Figuren oder greifen ähnliche übernatürliche Phänomene auf. Besonders deutlich werden diese Verbindungen in der Romanreihe „Der Dunkle Turm“.

Das bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Filme und Serien eine einzige zusammenhängende Handlung erzählen. Anders als beim Marvel Cinematic Universe gibt es keine übergreifende Filmkontinuität, in der alle Verfilmungen offiziell zusammengehören.

Manche Verbindungen sind direkte Fortsetzungen, andere existieren ausschließlich in den Romanen oder werden durch Easter Eggs angedeutet.

Shining und Doctor Sleep: Eine direkte Fortsetzung

Die eindeutigste Verbindung besteht zwischen „Shining“ und „Doctor Sleep“.

In Stanley Kubricks Horrorfilm „Shining“ aus dem Jahr 1980 entdeckt der junge Danny Torrance, dass er außergewöhnliche geistige Fähigkeiten besitzt. Diese Begabung wird als Shining bezeichnet.

Danny kann unter anderem Gedanken wahrnehmen, übernatürliche Erscheinungen sehen und mit anderen Menschen kommunizieren, ohne zu sprechen.

Im Film „Doctor Sleeps Erwachen“ aus dem Jahr 2019 kehrt Danny als erwachsener Mann zurück. Diesmal spielt Ewan McGregor die Hauptrolle.

Seine besonderen Fähigkeiten stehen erneut im Mittelpunkt. Außerdem begegnet er Abra Stone, einem Mädchen, dessen Shining außergewöhnlich stark ausgeprägt ist.

Regisseur Mike Flanagan verbindet mit „Doctor Sleep“ sowohl Stephen Kings Romanfortsetzung als auch die Ereignisse aus Kubricks Film.

Damit gehören diese beiden Filme unmittelbar zusammen. Wer ihre Handlung vollständig verstehen möchte, sollte zuerst „Shining“ und anschließend „Doctor Sleep“ ansehen.

Es und Shining: Dick Hallorann verbindet beide Geschichten

Eine weniger offensichtliche Verbindung besteht zwischen „Es“ und „Shining“.

In „Shining“ arbeitet Dick Hallorann als Koch im Overlook Hotel. Er erkennt Dannys besondere Fähigkeiten, weil er selbst über das Shining verfügt.

Doch Hallorann hat auch eine Vergangenheit in Derry, der Stadt, in der Pennywise sein Unwesen treibt.

Stephen King beschreibt im Roman „Es“, dass Hallorann während seiner Militärzeit in Derry lebte und beim Brand des sogenannten Black Spot mehreren Menschen das Leben rettete.

Die Verbindung ist deshalb nicht nur ein kleines Easter Egg. Dick Hallorann existiert tatsächlich in beiden Buchgeschichten.

Welcome to Derry macht die Verbindung sichtbar

Die 2025 erschienene HBO-Serie „Es: Welcome to Derry“ baut Halloranns Rolle deutlich aus.

Chris Chalk spielt dort eine jüngere Version der Figur, die später im Overlook Hotel arbeiten wird.

Die Serie erweitert damit die Hintergrundgeschichte eines Charakters, den viele Zuschauer bereits aus „Shining“ kennen.

„Welcome to Derry“ gehört zugleich zur Filmwelt von „Es“ aus dem Jahr 2017 und „Es Kapitel 2“ aus dem Jahr 2019. Die Serie erzählt eine Vorgeschichte zu den beiden Kinofilmen.

Dadurch entsteht eine besonders interessante Verbindung zwischen den unterschiedlichen Stephen-King-Adaptionen. Allerdings bedeutet die gemeinsame Figur nicht automatisch, dass sämtliche Verfilmungen dieselbe Filmkontinuität teilen.

Carrie und Shining: Haben ihre Kräfte denselben Ursprung?

Carrie White besitzt ebenfalls außergewöhnliche Fähigkeiten. Bereits in Stephen Kings Roman von 1974 entwickelt die Jugendliche eine mächtige Telekinese.

Damit kann sie Gegenstände allein durch ihren Geist bewegen und ihre Umgebung beeinflussen.

Die Begabung erinnert an das Shining von Danny Torrance. Dennoch bezeichnet der ursprüngliche Carrie-Roman diese Fähigkeit nicht ausdrücklich als dieselbe Kraft.

Erst die neue „Carrie“-Serie von Mike Flanagan aus dem Jahr 2026 stellt eine deutlichere Verbindung her.

Flanagan interpretiert Carries Kräfte als Teil eines größeren übernatürlichen Kosmos. Dabei lässt sich ihre Telekinese als besondere Ausprägung des sogenannten Shine verstehen.

Während Danny vor allem Gedanken und übersinnliche Erscheinungen wahrnimmt, beeinflusst Carrie ihre physische Umgebung.

Mehr über diese Fähigkeiten und ihre Unterschiede erfährst du in unserem Beitrag über Carrie Whites Kräfte und ihre Verbindung zum Shining.

Mike Flanagan verbindet Carrie mit dem Dunklen Turm

Flanagan hat außerdem erklärt, dass er Carries Geschichte innerhalb des größeren Universums von „Der Dunkle Turm“ betrachtet.

Die Prime-Video-Serie erweitert deshalb die übernatürlichen Aspekte der ursprünglichen Geschichte und deutet eine Welt an, in der weitere Menschen mit besonderen Begabungen existieren.

Eine direkte Begegnung zwischen Carrie und Danny Torrance findet allerdings nicht statt.

Ob Flanagan diese Verbindung in zukünftigen Projekten weiter ausbaut, bleibt offen. Auch eine zweite Staffel von Carrie wurde bislang nicht offiziell bestätigt.

Es und Der Dunkle Turm: Die Verbindung zu Pennywise

Pennywise ist wesentlich mehr als ein gewöhnlicher Horrorclown.

Stephen Kings Roman „Es“ beschreibt ein uraltes Wesen, das aus einer Realität jenseits der bekannten menschlichen Welt stammt. Seine wahre Natur steht mit den sogenannten Deadlights in Verbindung.

Auch in der Romanreihe „Der Dunkle Turm“ existieren übernatürliche Wesen und Mächte, deren Ursprung außerhalb der gewöhnlichen Wirklichkeit liegt.

Besonders auffällig sind zwei Verbindungen.

Die erste betrifft die kosmische Schildkröte Maturin. Sie spielt in der Mythologie von „Es“ eine wichtige Rolle und steht ebenfalls mit dem größeren Kosmos des Dunklen Turms in Verbindung.

Die zweite betrifft Dandelo, eine Kreatur aus dem letzten Dunkle-Turm-Roman. Dandelo besitzt gewisse Ähnlichkeiten mit Pennywise, da beide Wesen die Gefühle von Menschen ausnutzen.

Pennywise und Dandelo sind allerdings nicht dieselbe Kreatur. Stephen King hat diese Vermutung ausdrücklich zurückgewiesen. Beide könnten jedoch einer verwandten Art übernatürlicher Wesen angehören.

Diese Zusammenhänge sind vor allem in den Romanen ausgearbeitet. Die Kinofilme „Es“ und „Der Dunkle Turm“ greifen nur Teile dieser umfangreichen Mythologie auf.

Der Dunkle Turm verbindet zahlreiche Stephen-King-Geschichten

Wer das gesamte Stephen-King-Universum verstehen möchte, kommt an „Der Dunkle Turm“ kaum vorbei.

Die Fantasy-Reihe begleitet Roland Deschain auf seiner Suche nach einem geheimnisvollen Turm, der im Zentrum verschiedener Welten steht.

Der Dunkle Turm ist damit nicht einfach ein Gebäude. Er bildet einen zentralen Verbindungspunkt zwischen unterschiedlichen Realitäten.

Diese Idee erklärt, warum zahlreiche Geschichten von Stephen King miteinander verknüpft sein können, obwohl sie an vollkommen verschiedenen Orten oder sogar in unterschiedlichen Welten stattfinden.

Besonders deutliche Verbindungen bestehen zu:

  • The Stand: Randall Flagg tritt sowohl in dieser Geschichte als auch in der Dunkle-Turm-Saga auf.
  • Brennen muss Salem: Der Priester Father Callahan übernimmt später eine wichtige Rolle in Rolands Geschichte.
  • Es: Die kosmische Schildkröte und die Deadlights stellen Verbindungen zur größeren Mythologie her.
  • Shining und Doctor Sleep: Die Romane enthalten Anspielungen auf Figuren und Konzepte, die auch im Dunklen Turm vorkommen.
  • Carrie: Die Figur Carrie White wird innerhalb der Dunkle-Turm-Romane erwähnt.

Das macht „Der Dunkle Turm“ zum wichtigsten Verbindungspunkt zwischen vielen Geschichten des Autors.

Die Verfilmung von 2017 mit Idris Elba und Matthew McConaughey übernimmt jedoch nur einen begrenzten Teil dieser komplexen Buchwelt. Sie dient deshalb nicht als vollständiges Fundament eines gemeinsamen Stephen-King-Filmuniversums.

Castle Rock und Derry: Wiederkehrende Orte

Neben Figuren und übernatürlichen Kräften verbindet Stephen King seine Geschichten auch durch wiederkehrende Schauplätze.

Besonders bekannt sind die beiden fiktiven Städte Castle Rock und Derry im US-Bundesstaat Maine.

Castle Rock taucht unter anderem in „Cujo“, „Dead Zone“ und „In einer kleinen Stadt“ auf. Auch die Serie „Castle Rock“ nutzt diesen Schauplatz, um verschiedene Figuren und Motive aus Kings Geschichten miteinander zu verbinden.

Derry ist vor allem als Heimat von Pennywise bekannt. Die Stadt erscheint aber auch in anderen Werken, darunter „Insomnia“ und „Der Anschlag“.

Solche Ortsverbindungen machen deutlich, dass viele Erzählungen nicht vollständig isoliert voneinander existieren.

Allerdings können Film- und Serienadaptionen diese bekannten Schauplätze unterschiedlich interpretieren.

Welche Stephen-King-Filme und Serien sollte man zusammen ansehen?

Nicht jede Stephen-King-Verfilmung benötigt Vorwissen. Einige Produktionen gehören aber unmittelbar zusammen oder ergänzen sich durch wichtige Hintergrundinformationen.

Filme und SerienVerbindung
Shining (1980) und Doctor Sleep (2019)Direkte Fortsetzung von Danny Torrances Geschichte
Es (2017) und Es Kapitel 2 (2019)Zwei Teile derselben Geschichte
Es: Welcome to Derry (2025)Vorgeschichte zu den beiden Es-Filmen
Shining und Welcome to DerryGemeinsame Figur Dick Hallorann
Carrie (2026) und ShiningVerwandte übernatürliche Begabungen
Der Dunkle Turm und weitere King-WerkeGemeinsame Mythologie, vor allem in den Romanen

Wer mit den eindeutigsten Verbindungen beginnen möchte, kann zunächst „Shining“ und „Doctor Sleep“ ansehen. Anschließend bieten sich die beiden „Es“-Filme und ihre Vorgängerserie „Welcome to Derry“ an.

Die neue „Carrie“-Serie ergänzt diese Auswahl um eine weitere Interpretation übernatürlicher Fähigkeiten.

„Der Dunkle Turm“ eröffnet schließlich den Blick auf das größere Multiversum, wobei die Romane wesentlich mehr Zusammenhänge erklären als der Film von 2017.

Eine einzige verbindliche Reihenfolge für sämtliche Stephen-King-Adaptionen existiert nicht. Die einzelnen Geschichten funktionieren größtenteils unabhängig voneinander.

Gerade die wiederkehrenden Figuren, Orte und Kräfte sorgen jedoch dafür, dass sich beim erneuten Ansehen immer wieder Verbindungen entdecken lassen.

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